2.10 Probleme und Konflikte in der Freimaurerei – Sicht der Interviewten

Der interviewte Hochgrad-Freimaurer ist mit der modernen Freimaurerei unzufrieden. Die normale Bevölkerung war in der Weltgeschichte noch nie im Besitz der Weisheit und in der Freimaurerei gab es schon immer große Meinungsunterschiede. Doch nun gäbe es fast einen Krieg unter Freimaurern (Stand 2010). Er sieht folgende Probleme in der modernen Freimaurerei:

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Zu viel Individualismus, statt ein gemeinsames Ziel

Wer etwas Großes in der Welt bewirken will, dürfe nicht weltfremd sein. Man kann für das höhere Ziel nicht alles Schwache mit dem Mantel brüderlicher Liebe abdecken. Für ein höheres Ziel muss ein Freimaurer notfalls gegen sich selbst sein, statt auf persönlichen Eitelkeiten bestehen. Die Freimaurerei ist einem Weltgedanken verbunden. Viele Freimaurer leben mit ehrlicher Inbrunst ein verträumtes Ideal der absoluten Nächstenliebe. Dies führe nicht zum Ziel.

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Zu viel moderne Demokratie

Ein Problem sind auch die zunehmenden demokratischen Strukturen in der Freimaurerei. Diese sind langweilig, arbeiten zu langsam und ohne viel Erfolg. Früher war Freimaurerei strikter organsiert.

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Zu viel Berufsmaurerei

Nicht wenige Freimaurer interessieren sich mehr für die persönliche Karriere als für die Lehrinhalte.

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Vier Lehrarten – viele Meinungen

Seit Ende des letzten Weltkriegs gibt es vier verschiedene Lehrarten der Freimaurerei in Deutschland. Das brachte zwar viele positive Erkenntnisse, führte aber auch verstärkt zur Spaltung.

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Zu viel Dogmatismus und Vergangenheitspreisung in der Freimaurerei

Es gibt zu viele dogmatische Strukturen. Bestimmte Denkrichtungen werden nicht akzeptiert. Das Denken in den unteren Logen und auch in den Logen der Hochgrade ist nicht mehr flexibel.

Man hält an alten Strukturen fest, die nicht zeitgemäß sind, die nicht verstanden werden und die man nur gewohnheitsmäßig lebt. Früher hat die Freimaurerei mehr bewirkt, Revolutionen veranstaltet und Staaten gebildet.

Heute schwelgt man mehr in Erinnerungen, als große Taten zu tun. Für Letzteres muss man frei denken können und auch bereit sein, freiheitliches Denken an die Öffentlichkeit zu bringen. Wenn nur die Freimaurer etwas wissen und der Rest der Menschheit dumm bleibt, kann sich nicht viel bewegen.

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Zu viel Christentum in der Freimaurerei

Vor allem die christlichen Logen frömmeln zu sehr, fast wie in der katholischen Kirche – das wollte in der Weise weder Jesus noch ist das der Urgedanke der Freimaurerei. Die Templer waren teilweise mit christlichem Denken verbunden. Man darf aber nicht zurück zum paulinischen Christentum, das die Menschen genauso unterdrückt wie die jüdischen Priester.

Wenn große Teile der Freimaurer-Bruderschaft sich dem Demuts- und Unterwerfungsgedanken zuwenden, haben sie etwas nicht verstanden und werden zum Feind ihrer eigenen Idee. Der Freimaurer muss erkennen, dass der furchteinflößende Gott des Alten Testaments nicht übermächtig ist.

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Unterwanderung der Freimaurerei durch kirchliche Orden

Die Mitglieder eines kirchlichen Ordens lassen sich in die Freimaurerlogen aufnehmen, kommen durch ihre Intelligenz in hohe Grade und unterwandern dann die Freimaurerei. Sie reden die Leute dumm und dämlich, zerstören so die Freimaurerei, das freie Denken und die Organisation von innen.

Das Geheimnis der Freimaurerei ist aber die Freiheit, die Rebellion, der Luzifer-Gedanke und nicht der Gedanke der dogmatischen Unterwerfung unter den biblischen Gott.

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Zu wenig gute Lehrer für den Nachwuchs der Freimaurerei

Leider finden selbst einige Hochgrad-Brüder die wahren Erkenntnisse nicht und geben dieses Wissen somit nicht an den Nachwuchs weiter. Es bleiben dann Worthüllen ohne Inhalt. Dabei hat die Freimaurerei auch heute noch genügend Nachwuchs.

Manchmal fehlt auch die Zeit für die sorgfältige Betreuung der Neulinge.

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Gefahr der modernen Veränderung alter Rituale

Die Freimaurerei sollte die Rituale in Treue in die Zukunft befördern, ohne sie zu verändern. Denn hier ist uraltes Wissen. Es wurde zwar immer wieder mal dem Zeitgeist angepasst, aber in der Grundstruktur nie verändert.  Ähnlich haben auch die Juden ihre Thora über Generationen unverändert überliefert, selbst wenn sie einiges nicht verstanden.

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Exkurs: Gibt es in der Freimaurerei Mordaufträge und Mord?

Jan van Helsing erzählt von Morden, Mordvertuschung („Selbstmord“) und Ritualmorden bei Freimaurern. Der Hochgrad-Freimaurer sagt dazu:

Eine Loge erteilt zu Morden keinen Auftrag, zumal man dem Lehrling schon bei der Aufnahme erklärt, dass in der Loge nichts gegen geltendes Recht passiert.

Aber natürlich können einzelne Brüder so handeln oder ein Exempel statuieren – um weltweit zu zeigen, was mit Verrätern geschieht. Die Brüder werden zu Mord aber nicht per Befehl einer Loge gezwungen, sondern tun das aus eigener Entscheidung. Allerdings: Was „wünschenswert“ erscheint, wird in solchen Kreisen passieren, doch so, dass das Ansehen der Loge und der Freimaurerei für gewöhnlich nicht leiden.

Der interviewte Hochgrad-Freimaurer kennt auch Mordaufrufe gegen sich, aber er hält einiges an Aufklärung in der Öffentlichkeit für notwendig. Und sollten seine Brüder meinen, er sei ein Verräter und müsse sterben, habe er eben Pech gehabt.

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Literatur: „Geheimgesellschaften 3. Krieg der Freimaurer. Ein Hochgradfreimaurer packt aus!“ (von Jan van Helsing)

Mehr zum Thema: „Geheimgesellschaften, Illuminaten, Freimaurer und die Neue Weltordnung