2.5. Sinn von Geheimhaltung und Wissensgraden in der Freimaurerei

Gründe für Geheimhaltung des Wissens

Das Wissen der Freimaurerei ist vielfältig, umfangreich und brisant, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Es enthält die Grundwahrheiten der Menschheit und erklärt die tiefsten Mysterien.

Nur sorgfältig vorbereitete und geschulte Menschen können dieses Wissen richtig aufnehmen.

Vom Grundsatz her gestattet es die Freimaurerei aber jedem Menschen, dieses Wissen bei geistiger Reife erwerben. Doch die meisten Menschen sind an diesem Wissen nicht interessiert und reine Neugier reicht zur Teilhabe am Geheimnis der Freimaurerei nicht aus. Leider werde auch innerhalb der Bruderschaft viel Wissen gelesen, aber wenig verstanden.

Beim Lehrlingszeichen macht man die Geste des Halsabschneidens, was bedeutet:

„Ich sterbe eher, als die Geheimnisse der Freimaurerei zu verraten.“

Aber die ganze Erziehung der Freimaurerei zielt auf Geheimhaltung ab, sodass Freimaurer tief überzeugt sind: „Egal, was hier passiert, ist darf nichts verraten.“

Bekannt ist das Wissen, dass Freimaurer keine Geheimnisse verraten dürfen, sonst werden sie hingerichtet. Dieses Bild hat sich in der Gesellschaft gefestigt.

Die Fähigkeit zur Geheimhaltung ist auch gefragt für Positionen in Politik und Wirtschaft. Als Freimaurer stellt man lieber einen Freimaurer ein, da man weiß, dass er in Geheimhaltung zuverlässiger ist – und wie man ihn als Werkzeug lenken kann.  In den Hochgraden erkennt man noch mehr den Wert der Erziehung zu Geheimhaltung und Schweigen, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Solche Menschen werden im öffentlichen Leben und Geschäftsleben geschätzt.

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Warum es in der Freimaurerei eine Pyramide mit Wissensgraden gibt

Die Mehrheit der Freimaurer muss dumm sein, um als Werkzeuge der höheren Freimaurer zu dienen, so der Interviewte. Im Grunde sei es gut, wenn die Mehrheit der Freimaurer so dumm ist wie der Rest der Menschen.

Nur wenige Hochgrade wissen, worum es in der Freimaurerei wirklich geht – und diese entscheiden, wer wann welches Wissen erhält. Die einfachen Freimaurer sollen die großen Geheimnisse nicht zu früh erfahren.

Bereits die unteren Freimaurer halten sich aber für die geistige Elite der Welt. Der Gedanke wird gezielt gefördert, um diese Menschen zu kontrollieren, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Auch hochgeistige Menschen müssen kontrollierbar sein – und das geht über das Gradsystem, das das geistige Potenzial eines Bruders anzeigt und für welche Aufgaben man ihn einsetzen kann.

Der Okkultist Albert Pike sagte schon im 19. Jahrhundert über die niederen Freimaurer: Man müsse allen Logen ihre kleinen Freiheiten lassen, aber einen geheimen Superritus schaffen, den nur höchste Eingeweihte kennen. Über diesen Superritus steuere man den Rest der Freimaurer.

Die Geheimhaltung innerhalb der Freimaurerei nennt man Arkan-Disziplin: Man verspricht als Hochgrad-Freimaurer, die Erkenntnisse der höheren Grade den Brüdern der niedrigeren Grade nicht zu verraten – auch, um ihnen die Erlebnisse nicht vorwegzunehmen.

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Literatur: „Geheimgesellschaften 3. Krieg der Freimaurer. Ein Hochgradfreimaurer packt aus!“ (von Jan van Helsing)

Mehr zum Thema: „Geheimgesellschaften, Illuminaten, Freimaurer und die Neue Weltordnung