3.10. Wie die Freimaurerei und die Kirche Luzifer und Gott verdrehen

Was Logen und Kirchen gemeinsam haben: Den Weg zum Lichtbringer

Die klassische Kirche ist ausgerichtet wie eine Freimaurerloge: Man betritt sie im Westen und geht nach Osten, wo es heller und prunkvoller wird, zum Altar, zum Lichtbringer. Doch Gott wohnt in der Dunkelheit, also kann er dort nicht sein. So sieht es der interviewte Hochgrad-Freimaurer.

Der Suchende der Freimaurer erkennt: „Ich habe immer alles verehrt, was auf dem Altar steht, wo die vielen Kerzen und das Gold stehen.“ Aber dort ist nicht Gott, sondern das Gegenteil.

In den Religionen täuscht man darüber hinweg. Doch der Freimaurer erkennt, dass man ein Leben lang belogen wurde.

Der Freimaurer erkennt eine Wahrheit, die er gar nicht haben wollte. Sie ist schrecklich, böse, gnadenlos. Aber der Wunsch nach Wahrheit wurde erfüllt und fortan lässt man allem nicht mehr diese große Verehrung zukommen.

Was man für Gott und Gottes große Werke hielt, ist in Wirklichkeit vom Teufel. Doch diese plötzliche Erkenntnis kann man einfachen Menschen nicht leicht vermitteln, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer.

Die Freimaurer beten Luzifer aber nicht an, auch nichts anderes, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Doch sie kennen die Wahrheit. Aber wer diese Wahrheit der Menschenmasse erzählen will, wird von ihr missverstanden und wütend davongejagt. Der Freimaurer hat auch einen langen Weg gebraucht, um das zu begreifen.

—————————————-

Das Aufnahmeritual des Lehrlings: Die Führung des Suchenden zu Luzifer

Der Suchende ist im Aufnahmeritual der Freimaurer ein lebendes Symbol. Dieses Ritual ist der Superlativ der Freimaurerei. Durch die beiden Säulen Jachin und Boas wird der Suchende zum Meister vom Stuhl geführt, doch dieser stellt nicht Gott dar, sondern Luzifer. Man offenbart ihm: „Du kommst aus dem Unwissen, wirst zur Wahrheit geführt, aber die Wahrheit sieht anders aus, als du bisher dachtest.“

Er wird zu Luzifer geführt, dem Herrn der Welt und bekommt die Gesetzmäßigkeiten der Welt erklärt, aber auch, dass man selbst der Erlöser sein kann. Freimaurer würden es ablehnen zu sagen: „Der Meister vom Stuhl repräsentiert Luzifer.“ Aber es ist so, sagt der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Und es heißt: Der Teufel wohnt im rechten Winkel.

Es ist so: Der Suchende kommt direkt von Gott, aus der dunklen Kammer im Salomonischen Tempel. Und Gott ruht im Dunklen, im Westen. Er sagte: „Ich wünsche im Dunklen zu wohnen“, in der Unerkennbarkeit.

Der Suchende wird anfangs auch befreit von allen Metallen, was bedeuten soll, dass er nicht durch Gegenstände, Orden und Ehrenzeichen verführt werden kann. Es ist das Symbolbild absoluter Reinheit. Aber wenn Gott im Westen wohnt und der Suchende sich dem Osten nähert, wo der Meister vom Stuhl sitzt, kann dieser nicht auch die Göttlichkeit sein. Dieser repräsentiert den Gegenpol, den Widersacher. Und das ist die wahre Herrschaft.

Der Suchende muss erkennen: „Ich komme aus der tollsten Geistigkeit, aus dem Himmelreich, aber die Seele fällt dann auf die Erde; der hellste Morgenstern ist gefallen.“

—————————————-

Die Arbeitstafel der Freimaurer: Die falsch stehenden Säulen Jachin und Boas

Die Arbeitstafel der Freimaurerei mit all ihren Symbolen und Werkzeugen stellt den Mikrokosmos als Abbild des Universums dar.

Auf der Arbeitstafel des Lehrlings stehen die Säulen Jachin und Boas aber anders herum als beim Salomonischen Tempel der Bibel. Der Freimaurer betritt also nicht das Allerheiligste des Tempels, sondern verlässt es. Der Freimaurer wird also nicht zu Gott geführt, sondern zum Gegengott, dem Gott der Materie. Der geistige Gott wohnt im Westen, im Dunkeln, der Gegengott im Osten, wo der Lichtbringer = Luzifer ist.

Im ursprünglichen Salomonischen Tempel kamen die Priester von Osten nach Westen, denn im Allerheiligsten, in der Dunkelheit, wohnte „der Herr“. Die Säulen stehen auf der Freimaurertafel also alles herum als im Alten Testament. Die Loge befindet sich also nur im Vorhof des Tempels.

Das Allerheiligste vom Tempel Salomos ist also nicht dort, wo der Logenmeister der Freimaurerei sitzt, also nicht im Osten. Im Osten geht aber die Sonne auf – der Lichtbringer, Luzifer. Und der Meister vom Stuhl repräsentiert Luzifer durch den rechten Winkel, den er trägt, den Winkelmann, den Herrn der Gesetzmäßigkeiten. Und das Lichtprinzip ist das luziferische Prinzip.

Schließlich erkennt der Freimaurer, dass er den Tempel Gottes nicht betreten, sondern ihn verlassen hat. Er ist nun im Osten, wo das Licht aufgeht – und auch ihm geht ein Licht auf, nämlich dass er vor dem Lichtträger steht, dem Winkelmann, dem Herrn der Materie.

—————————————-

Die Freimaurerei und Luzifer: Luzifer als der Gute?

Freimaurer bestreiten oft, dass Luzifer eine so große Rolle in der Freimauerei spielt. Aber schon der Hochgrad-Freimaurer Albert Pike sagte im 19. Jahrhundert:

Die Freimaurer verehren Gott, aber ohne Anbetung und Aberglauben. Die Freimaurer-Religion sollte bei den Hochgraden in der luziferischen Reinheit erhalten werden. Luzifer ist Gott, aber leider ist Adonai (der biblische Jahwe) auch Gott – und dessen Taten sind Beweise für seinen Menschenhass und Grausamkeit. Luzifer als Lichtbringer ist Gott, doch nach dem ewigen Gesetz gibt es kein Licht ohne Schatten. Das Absolute kann nur in Gestalt zweier Gottheiten existieren: Das Dunkel dient dem Licht als Hintergrund. Die wahre und reine philosophische Religion ist der Glaube an Luzifer, den Gleichgestellten von Gott Adonai. Und Luzifer, der Gott des Lichtes und des Guten, kämpft für die Menschheit gegen Adonai, den Gott des Dunklen und Bösen.

Der interviewte Hochgrad-Freimaurer sieht das auch so. Aber die unteren Grade der Freimaurer sind sich dessen nicht bewusst und vielleicht auch mehrere Hochgrad-Freimaurer nicht. Manche interessieren sich mehr für die persönliche Karriere, als für die Lehrinhalte. Aber im Grunde wissen die Hochgrad-Freimaurer genau, wer Luzifer ist.

(In der Betrachtung von Albert Pike hier ist dieser Gott Luzifer anders gemeint als das, was der interviewte Hochgrad-Freimaurer mit dem luziferischen Prinzip an sich meint, also die gnadenlos strengen Gesetze in der Welt der Materie. Prinzipiell kann es aber auch zwei oder mehr luziferische Götter geben, die in der Welt der Materie wirken und auch Gegner sind.)

—————————————-

Der Sündenfall des Menschen und der biblische Gott

Für den interviewten Hochgrad-Freimaurer ist der angebliche Sündenfall des Menschen auch ein willkürlicher göttlicher Akt, der erfolgte, als der Mensch seinen Schöpfergott erkannte. Gott musste sich nun vor dem Menschen schützen.

Dieser HERR der Bibel ist den Menschen nicht wohlgesonnen. Er hat seine misslungene Schöpfung durch die Sintflut vernichtet und beim Turmbau zu Babel die Sprache der Menschen verwirrt, damit sie ihm nicht zu nahe kommen. Dieser Gott mag es auch nicht, wenn die Menschen friedlich in Einigkeit leben. Aus diesem Gründen hat der Hochgrad-Freimaurer gegenüber den Göttern einen misstrauischen Glauben.

—————————————-

Literatur: „Geheimgesellschaften 3. Krieg der Freimaurer. Ein Hochgradfreimaurer packt aus!“ (von Jan van Helsing)

Mehr zum Thema: „Geheimgesellschaften, Illuminaten, Freimaurer und die Neue Weltordnung