3.7. Satan, Gut und Böse in der Freimaurerei

Wie man als Freimaurer zu Satan steht

Satan ist Teil vom Ganzen der Schöpfung und das Alte Testament stellt ihn teilweise auch positiv dar, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Er ist in der Schöpfung aber der Widersacher, der öffentliche Ankläger, wie der Staatsanwalt in einem Gerichtsprozess. Das Wort Satan bedeutet übersetzt „Ankläger“. Doch es gibt auch den Richter, den Angeklagten und dessen Verteidiger. So funktioniert auch die menschliche Gesellschaft – wie im Makrokosmus, so im Mikrokosmos.

Satan ist nur ein Pol des Ganzen, es gibt auch den Gegenpol der Barmherzigkeit. Wer eine Sache ganzheitlich betrachten will, dürfe sich aber nicht nur mit dem positiven Pol beschäftigen (wie viele Esoteriker), sondern muss auch den Widersacher sehen.

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Wie der Freimaurer mit dem satanischen Widersacher konfrontiert wird

Man gibt dem Freimaurer indirekt zu verstehen: „Hier ist ein Widersacher. Das, was du für Gott gehalten hast, ist etwas anderes. Vielleicht der Teufel. Du hast den Teufel verehrt.“

Ab einem gewissen Grad muss ein Freimaurer die Lüge in der Lehre erkennen. Doch er wollte einst die Wahrheit wissen, er ist ein Lichtsucher, ein Wahrheitssucher – und hier ist die Wahrheit, auch wenn sie fürchterlich ist. So berichtet es der interviewte Hochgrad-Freimaurer.

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Zwischen Gut und Böse entscheiden

Der Freimaurer erkennt, dass auf der Welt zu jeder Zeit des Lebens beide Prinzipien da sind, Gut und Böse. Man muss beide beachten und sich in jeder Situation entscheiden.

Das sagt auch die Bibel, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Und als Jesus in der Wüste Satan traf und versucht wurde, wusste er, um was es ging. Er hat die Prüfungen Satans bestanden. Alle Menschen werden jeden Tag aufs Neue versucht, das müssen sie sich bewusst sein.

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Warum Satan oder Luzifer Herr der Materie ist

Man lese die biblische Hiob-Geschichte: Ein wahrhaft liebevoller Gott würde nicht zulassen, dass Satan Hiob Leid zufügt. Aber Gott erlaubte Satan dieses Spiel der Versuchung von Hiob. Ein Buch der Kabbala erklärt das laut dem Hochgrad-Freimaurer so: Hiob beachtete nur die gute Seite, aber zu wenig die böse. Aufgrund dieser Missachtung forderte sie von ihm Beachtung ein.

Auch in der heutigen Welt sieht man viel Leid und Unrecht. Ein liebevoller Gott würde das nicht zulassen, wenn er die Macht dazu hätte, so der Hochgrad-Freimaurer. Scheinbar hat er nicht diese Macht, das ist die gnadenlose Wahrheit. Herr über die Materie ist Luzifer, und man muss dies bei seinem Handeln im Leben berücksichtigen.

Jan van Helsing widerspricht: Der liebende Vatergott könnte alle Probleme für seine Kinder lösen.  Aber das würde der Entwicklung des Menschen nicht dienen, dem er einen freien Willen gab.

Der Hochgrad-Freimaurer sieht dies als Ansichtssache. Die Freimaurer haben andere Schlüsse gezogen und arbeiten deshalb an einer Neuen Weltordnung, die all das berücksichtigt. Diese Weltordnung will man so einführen, dass die ganze Welt sie akzeptieren kann. Beim Weg dahin werden viele Menschen sterben, aber dies sei der Preis. Dies an sich sei aber nicht freimaurerisches Denken, sondern das Ergebnis tiefen Nachdenkens. Jeder, der tiefer nachdenkt, komme zu diesem Schluss. Dafür muss man nicht einmal Freimaurer sein. Die Freimaurerei lehrt Kaltherzigkeit nicht, aber die Lehre beinhaltet das teilweise indirekt im Sinne von Notwendigkeit.

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Literatur: „Geheimgesellschaften 3. Krieg der Freimaurer. Ein Hochgradfreimaurer packt aus!“ (von Jan van Helsing)

Mehr zum Thema: „Geheimgesellschaften, Illuminaten, Freimaurer und die Neue Weltordnung