4.4. Der Mensch als Gott und die Machtlosigkeit der Götter – die Geheimlehre

Zwei Gotteslehren: Aufstieg zu Gott und Abstieg von Gott

Es gibt zwei Gotteslehren, die positive und die negative Theologie.

Die positive Theologie bejaht einen klassischen Gott. Sie lehrt die absteigende Linie vom Gott im Himmel über die Ränge der Engel bis zum Menschen. Die Vermittlung zwischen Gott und Mensch läuft über eine in Dreiheiten abteilte Rangfolge von Engeln: von den Seraphim und Cherubim bis hinab zu den Erzengeln und einfachen Engeln. Dieser Himmelshierarchie entspricht auf Erden die Kirchenhierarchie.

Die negative Theologie verneint einen klassischen Gott. Es gibt nur den bestimmungslosen Einen, einen abstrakten, namenlosen, dezentralen Gott. Diese Gotteslehre galt einst als Geheimlehre. Sie lehrt den Aufstieg des Menschen zur Gottheit mit Hilfe der in ihm lebenden göttlichen Kraft durch Stufen der Reinigung und Erleuchtung bis zur Vergöttlichung. Alles „Böse“ ist nur Schwäche und zu überwinden.

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Der Mensch als Gott

Wenn der Mensch weiß, dass er selbst Gott ist, kann er auch göttlich sein. Das ist auch keine Gotteslästerung, also zu sagen, dass man selbst Gott ist, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer.

Mindestens muss der Mensch so mutig, tolerant und offen sein, um zu sagen: „Als Mensch trage ich Gott in mir, einen Gottesfunken.“

Wer so weit ist, hat gewonnen. Aber gewisse Machtstrukturen wollen diese Erkenntnis beim Menschen verhindern, denn dann ist er nicht mehr kontrollierbar.

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Der Geist des Menschen und die Götter: Macht und Ohnmacht

Zum Geist des Menschen herrscht viel Unkenntnis und Uneinigkeit, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Was bedeutet der Geist in der Dreiteilung von Körper, Geist und Seele?

Der Geist ist der eigentliche Mensch, aber der geistige Mensch muss den Körper benutzen, um in der Materie tätig zu sein. Dadurch ist er den Göttern überlegen, die rein geistiger Natur sind und in der Materie nichts bewegen können. Die Götter sind abhängig vom Menschen. Wenn der Mensch dem Willen der Götter nicht folgen will, sind diese hilflos, wobei manche versuchen, ihn zu bestrafen, wie die Bibel zeigt. Aber nicht immer folgt auf Ungehorsam eine Strafe der Götter, oft passiert nichts.

Auch die Einmaligkeit der Gottheit, der Ein-Gott-Glaube, scheint nicht für alle Menschen gültig zu sein, so der Hochgrad-Freimaurer. Einige Glaubensrichtungen der Erde können mit einem einzigen Gott nichts anfangen – ohne dass ein höherer Gott diese Vielgötterei bestraft. Die Götter sind nicht so stark und mächtig, wie sie erscheinen wollen. Und bei den Göttern selbst gibt es so wenig Einigkeit wie bei den Menschen.

Der Mensch, der das erkennt, ist ein Feind der Götter, so der interviewte Hochgrad-Freimaurer. Nach den alten Mythen, ob bei Juden, Griechen oder Germanen, war das Verhältnis der Menschen zu den Göttern nie besonders gut. Der Mensch ist wirklich die Krone der Schöpfung, und wenn er das begreifen würde, könnte er in Freiheit und Frieden leben. Allein die Götter sind missgünstig, ob das nun Außerirdische, Geistwesen oder Gedankenformen sind, die sich auf der Erde etablieren wollen.

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Literatur: „Geheimgesellschaften 3. Krieg der Freimaurer. Ein Hochgradfreimaurer packt aus!“ (von Jan van Helsing)

Mehr zum Thema: „Geheimgesellschaften, Illuminaten, Freimaurer und die Neue Weltordnung