Meine Meinung zum Geld

Geld ist nicht wichtig, sondern materielle Güter – und von den materiellen Gütern ist nur wenig zum Leben nötig. Die meisten Menschen streben leider nach Reichtum und Materialismus, statt nach inneren Zielen wie spirituelle Entwicklung, persönliche Weiterentwicklung und Verwirklichung moralischer Werte und Ideale. Oft wollen Menschen mir auch neunmalklug verkaufen: „Auf dieser Welt geht es nur um Geld und Macht.“

Nun, ich war schon früher der Ansicht, Selbstverwirklichung und ein wahrer Traumberuf kommen vor Geld. Und seit ich weiß, dass es spirituelle Welten und ein Jenseits nach dem Tod gibt, bin ich zusätzlich der Ansicht: Im Leben geht es in erster Linie um die Entwicklung der Seele und wer hier alles „für Geld“ tut, tut das Falsche. Und ich betone: Ich sage Ihnen das alles wirklich nicht als „religiöser Mensch“ oder „spiritueller Herzmensch“, denn bis zum Jahr 2015 lebte ich als Atheist. Und selbst jetzt bin ich eher so etwas wie ein spiritueller Experiment-Mensch, auch mit zwielichtigen, dunkleren Mächten (oder diese finden mich), statt ein warmer Herzmensch.

Viele tun für Geld fast alles, sei das nun unangenehme Arbeit, unmoralische Arbeit oder ein Verbrechen – und erzählen denn stolz: „Ja, logisch mach ich den Job! Er wird schließlich gut bezahlt, bei dem Angebot kann man nicht Nein sagen.“ Doch, man kann. Man sollte sogar. Doch viele Menschen halten sich für lebensklug und unglaublich intelligent, weil sie den Job mit dem größten Geld gefunden haben.

Geld ist ein falsches System für die Welt, wobei selbst viele spirituelle Menschen einen etwas seltsamen Weg gehen: Auf der einen Seite erkennen viele, dass das „böse babylonische Geldsystem“ dieser Welt mit Zinsen, Zinseszins und wertlosem Papiergeld ungerecht und ausbeuterisch  ist, auf der anderen Seite schreiben manche spirituelle Botschaften und Erfolgsratgeber an ihre Leser nach dem Schema: „Geld ist nichts Schlechtes und es wird zu Ihnen kommen, wenn Sie positiv über Geld denken, Geld zu lieben. Wünschen Sie sich vom Universum Reichtum und folgen Sie dann Ihrer Intuition, dann wird sich der Reichtum in Ihrer Welt manifestieren …“

Man bedenke: Das bedeutet immer noch, man wird reich innerhalb des babylonischen Geldsystems … Selbst wenn man ehrliche und anständige Unternehmen errichtet und Geschäftsideen hat, die die Welt wirklich positiv bereichern:

Glauben Sie mir, in einem Geldsystem wie unserem kann niemand ohne einen gewissen Grad von Ungerechtigkeit und Ausbeutung reich werden, denn Reichtum bedingt immer mehr oder weniger Ausbeutung von anderen. Bei absoluter Gerechtigkeit wird man nicht reich. In absoluter Gerechtigkeit gibt es aber logischerweise auch keine Armen. In einem geldlosen System kann man beim Universum auch keinen „Reichtum bestellen“, einfach, weil es kein Geld gibt.

Warum also manifestieren so viele spirituelle Menschen den Wunsch nach „eigenem Reichtum“, statt den Wunsch nach einem gerechten System ohne Geld, ohne Arm und Reich? Wohlstand, aber ohne Reichtum im Vergleich zu anderen? Den Wunsch, dass das ausbeuterische babylonische Geldsystem samt dem kapitalistischen Sklavenarbeit-System unseres Planeten endlich beseitigt und durch ein gerechteres Wirtschaftssystem ersetzt wird?

Persönlich liebe ich durchaus eine Form von Wettbewerb mit anderen Menschen und Seelen, aber dieser ist spirituell und intellektuell. Materiell muss ich auf dieser Welt mit niemanden in Wettbewerb treten. Ich lebe ganz bescheiden – und ich meine wirklich bescheiden. Das ist kein Mittelstand mehr, wie ich lebe, nur etwa Hartz IV. Und ich fühle mich materiell reich genug, käme gar nicht auf die Idee, minderwertig von mir zu denken, sondern nenne mich gerne lächelnd „armer Aristokrat“. Es ist mein Empfinden. Ich gehöre zu jenen, die Respekt mittlerweile weniger an Maximmalisten, sondern mehr an Minimalisten verteilen: Wer kann mit noch weniger Materialismus im Leben auskommen als ich?