Meine Meinung zur Religion

Religionen sind Versuche der Menschen, die komplexe Spiritualität des Universums in vereinfachte Schemen zu bringen. Jeder Mensch sollte die individuelle Spiritualität seiner Seele finden, statt den Dogmen einer Religion folgen. Manche Menschen nutzen ihre Religion gezielt auf ihre individuelle Art als Sprungbrett zu ihrer Seele oder auch einfach dazu, ein herzensguter, liebevolle Mensch zu sein. In dem Fall hat Religion ihren Zweck erfüllt. Oft ist Religion leider Politik und Ideologie und die Gläubigen werden von den Weltherrschern so benutzt. Insgesamt sehe ich die Weltreligionen in dieser Rangfolge sinnvoll: Buddhismus, Christentum, Judentum, Islam.

Wie gesagt: Viele Menschen erweitern ihren Horizont durch die Religion nicht, sondern die Religion grenzt ihren Horizont ein. Ja, streng Gläubige aus dem Christentum oder Islam könnten ihren Lebenshoizont stark erweitern, wenn sie ihre Religion aufgäben und zu Rationalisten und Atheisten werden, die der modernen Wissenschaft folgen. Für diese Sorte von Menschen ist der bewusste Übertritt zum Atheismus ein Fortschritt und auch für mich war er das einst. Wiederum: Der ewige Atheist, Rationalist und Materialist täte gut daran, die Wahrheiten von Spiritualität und Religion zu erkennen, denn spätestens nach dem Tod wird ihn die Wahrheit einholen. Bis zu einem gewissen Grad ist man gebildet, wenn man der modernen Wissenschaft folgt. Folgt man ihr aber so weit – wie es leider viele tun – , dass man alles Paranormale und Spirituelle belächelt und als Betrug ansieht, wird man zum intellektuellen Idioten, denen letzten Endes sogar die gläubigen Fanatiker einiges voraus haben. Denn diese haben trotz ihrer eigenen Form von Dummheit und Engstirnigkeit letzten Endes mit einem Recht: Es gibt göttliche Mächte und ein Jenseits nach dem Tod. Das Leben besteht nicht nur aus der Welt der Materie.

Zu den modernen Agnostikern: Heute sagen viele moderne Menschen, sie zählen sich zu den Agnostikern, also zu denen, die nicht wissen, ob es einen Gott gibt. Sozusagen Liberale und Offene. Doch man spürt die Wahrheit: Die meisten Agnostiker sind in Wahrheit Atheisten und Materialisten, denn faktisch leben sie wie Atheisten und Materialisten. Beim Thema Gottesglaube kann man durchaus sagen: „Wer nicht für Gott ist, ist gegen Gott.“ Denn wie gesagt: Meinem Eindruck nach leben die meisten Agnostiker mit klarem Schwerpunkt auf Atheismus und „profanem Nichtdenken“, statt auf dem Schwerpunkt von ewigem philosophoschen Zweifel, intensivem Nachdenken und vorsichtigem Handeln nach dem Prinzip „Ich handle besser moralisch, denn vielleicht gibt es ja einen Gott.“ Nein, so scheinen mir die modernen Agnostiker nicht zu sein. Allerdings gibt es viele religiöse Gläubige, die in Wahrheit Agnostiker sind und im ewigen Zweifel und Nachdenken leben („Gibt es Gott? Gibt es keinen Gott?“). Die echten Agnostiker findet man eigentlich oft unter denen, die von sich sagen, sie seien Gläubige.

Zu den modernen Christen: Viele moderne Christen sind in Wahrheit Agnostiker, also Menschen, die letztlich immer im Zweifel sind. Und ihr normaler Lebensstil überführt sie, denn die meisten modernen Christen leben abgesehen vom Sonntagsgebet kaum christlich, sondern wie Atheisten. Religion ist ein gesondertes Ritual des Lebens (Sonntag, Weihnachten, Ostern, Abendgebet etc.) aber kein allgegenwärtiger Teil des Lebens. Manche moderne Christen sind einfach „Mode-Christen“, insbesondere auch moderne Religions-Lehrer und andere Menschen, die im religiös-sozialen-karitativ-theologischen Bereich arbeiten. Religion ist für viele moderne Menschen einfach eine besonders soziale und humantiäre Bewegung. Kirche sind Kreise der Gemeinschaft, des sozialen Zusammenhalts, des besinnlichen Feierns, des Spendens, der Naturliebe und so weiter – aber wie gesagt: Es sind letztlich oft einfach soziale Bewegungen mit Freude an Gemeinschaft oder auch guten Werken, ohne dass diese Menschen jemals echte spirituelle Erlebnisse hatten oder etwas über die wahre spirituelle Natur des Universums wissen. Fast keiner von denen hat jemals echte spirituelle und paranormale Erlebnisse gehabt oder meditiert auch nur auf spirituelle Weise. Diese Menschen glauben auch gerne „nur an Jesus Christus und an Engel“, aber nicht an andere geistige Mächte oder an paranormale Kunststücke. Viele moderne Christen haben nur einen sehr oberflächen Mode-Glauben (und leben mehr in der verzweifelten Hoffnung, dass nach dem Tod noch etwas kommt, oder glauben nur aus unterschwelliger Furcht an den christlichen Gott, „für den Fall, dass es ihn gibt, um dann später nicht bestraft zu werden“. So richtig wahrhaft für den eigenen Glauben einstehen oder ihn im Alltag praktizieren, das tun nur wenige. Aber selbst die richtigen Herzmenschen, die einem „fest versichern“, dass sie „im Herzen spüren, dass Gott mit ihnen ist“, haben oft nie wirklich ein ernsthaftes spirituelles Erlebnis gehabt, sondern ich habe bei vielen solcher Menschen den Eindruck, sie wären genauso leidenschaftlich überzeugt, wenn etwas Göttliches wirklich nicht existieren würde. Einmal angenommen, die Bibel ist wahr: Würde man ein vergleichbares Buch und eine ähnliche Geschichte von Jesus Christus bewusst als reine Legende schreiben, aber im gleichen Stil, wären viele der sogenannten Herzmenschen-Gläubigen wohl genauso überzeugt, dass „Gott existiert“ und sie es „im Herzen spüren“. Von richtigen spirituellen Energiewirbeln im Körper und den Geheimnissen der der Zirbeldrüse oder auch nur von richtiger Meditation zur Kontaktaufnahme mit anderen Mächten und Realitäten haben diese Menschen oft nie etwas selbst erfahren.

Zu den modernen Islamisten: Die Islamisten sind wie die viele Christen: Sie „glauben einfach an Gott“, einfach weil man es ihnen so beigebracht hat und sind „voll überzeugt“, dass sie nach dem Tod das Paradies erwartet. Doch wie bei Christen ist es oft nur ein rationaler fanatsischer Glaube (ähnlich einer politischen Überzeugzng), egal wie leidenschaftlich er ist, und ohne wahres Wissen, ob das alles nicht nur eine raffnierte Lüge und Erfindung ist (genauso, wie viele angebliche voll überhzeugte Christen weder durch umfangreiche Buchrecherche noch durch umfangreiche eigene spirituelle Erfahrung jemals erforscht haben, ob die Bibel der Wahrheit entspricht oder wie die wahre Natur der eigenen Seele ist). Von echter Spiritualität und echten Erfahrungen mit geistigen Mächten und der eigenen Seele sind diese Islamisten oft so fern wie die modernen westlichen Atheisten oder die oberflächlichen Mode- und Glaube-in-der-Not-Christen. Die Islamisten sind im Grunde nur Traditionalisten, so wie es auch die altmodischen Christen viele Jahrhunderte lang seit dem Mittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren.

Das alles ist jedenfalls meine Meinung zur Religion oder zumindest ein Ausschnitt.