4.2. Das Rad der Wiedergeburt und die Erde als Schule des Lebens

Das Rad der Wiedergeburt – wann endet es?

In der Lehre von Karma und Reinkarnation spricht man auch vom „Rad der Wiedergeburt“.

Ein Leben oder eine Geburt im materiellen Körper nennt man „Inkarnation“ und die Wiedergeburt ist die „Reinkarnation“: Inkarnation = ins Fleisch eintreten, als Fleisch verkörpert.

Alles Karma von „guten“ und „schlechten“ Taten nimmt der Mensch in sein nächstes Leben mit, um aus diesen Wirkungen zu lernen und sich spirituell weiterzuentwickeln – gemäß den kosmischen Gesetzen von Kausalität, Ursache und Wirkung.

Manche glauben, dass dieses Rad sich unendlich dreht, da man in jedem Leben neue Ursachen in der Welt der Materie setzt. Doch das Rad bzw. der Zyklus der Wiedergeburt endet mit dem Erreichen einer bestimmten spirituellen Bewusstseins- und Entwicklungsstufe. Wer als Mensch das Prinzip der universellen Liebe gut lebt, muss nicht mehr auf die Erde zurück, so Jan van Helsing. Es geht um die Selbsterkenntnis und Selbstveredelung im Sinne der Lehre Jesu. Und für den Lernprozess der Seele gibt es den Weg der wiederholten Wiederverkörperung.

Der Mensch löst sich aus dem Rad der Wiedergeburt, wenn er alle Aufgaben, die er sich selbst gestellt hat, besteht, und alle Ereignisse in der Welt der Materie erlebt hat, die er erleben wollte. Danach kann er noch freiwillig inkarnieren, um anderen Menschen beim spirituellen Aufstieg zu helfen, oder er macht seine Seelen-Entwicklung in der geistigen, feinstofflichen Welt weiter. Hier sind keine Grenzen gesetzt, denn die geistige Welt bietet viele Ebenen und Dimensionen zur Weiterentwicklung.

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Geburt, Familie und soziale Schicht – Schicksal oder eigene Wahl?

Jede Seele sucht sich vor der Inkarnation auf Erden ihre Eltern, die Zeit und den Ort der Geburt selbst aus. Manche denken: Geburt, Familie, soziale Schicht und andere Umweltfaktoren haben ihr Leben vorbestimmt, ohne ihren Einfluss in eine ungünstige Richtung gelenkt. Nach Ansicht von Jan van Helsing und einigen spirituellen Menschen ist es anders.

Jede Seele wählt innerhalb des Spielfeldes des Universums ihren Ort zu Leben selbst aus. Die Seele weiß genau, was sie noch lernen möchte, etwa Mut, Risikobereitschaft, Disziplin und Durchhaltevermögen. Entscheidet man im Jenseits, das Thema politische Macht erfahren zu wollen, können nun Inkarnationen mit Politikerlaufbahnen in mehreren Ländern folgen. Danach will die Seele vielleicht die Mutterschaft erleben und wählt andere Lebensumstände. Die Eindrücke der männlichen Politikerkarrieren wirken aber auf diese neue Frau ein. Das kann zu Komplikationen wie Homosexualität führen.

Man kann auch in ein reiches Land geboren sein, um gezielt die Disziplin der Seele zu prüfen, also den Versuchungen der materiellen oder luziferischen Welt zu widerstehen.

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Erinnerungen an das Jenseits

Manche hochspirituellen Kinder erinnern sich, wie es im Jenseits vor der Geburt war. Mit ihren Erzählungen von Gott, Leben, Universum, Gesetze, Raum-Zeit, Antimaterie, Spiritualität und Jenseitswelten verwirren sie das Weltbild der Eltern.

Seelen wissen vor ihrer Geburt alles, sind sich der göttlichen Wahrheiten bewusst.

Doch im Augenblick der Geburt küsst der „Engel des Vergessens“ das Kind. Das Prinzip des Vergessens hat noch andere Namen. Manche Kinder weichen ihm aber aus.

Die Zeit vor der Geburt im Jenseits beschreibt ein Kind so: Es sah Hunderte Lichtkugeln, alles Lebendige ist eine Kugel. Es sieht einige Elternteile, die für das neue Leben passen, ihren Charakter und welche Kugeln in Liebe verbunden sind. Man wisse, dass man aus dem Jenseits gehen müsse, fühlt sich immer mehr zu ihnen hingezogen – und dann kommt ein leuchtender Tunnel, rundum finster, es fühlte sich beengt und eingesperrt. Das ist der Weg zur Geburt. Vor der Geburt kannte das Kind nur wenige Grundregeln: Ja und Nein, Zeit und Raum, und dass dieser Planet eine Welt der Gegensätze ist.

Ein anderes Kind erzählt: Die Seele hält sich schon vor der Geburt beim ausgesuchten Elternpaar auf. So stellt sich die Seele auf den Charakter und die Emotionen der Eltern ein, ehe sie den besten Zeitpunkt zur Geburt wählt.

Diese Erzählungen verdeutlichen, dass jeder sich sein Leben selbst aussucht.

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Erinnerungen an frühere Leben

Manche Menschen erinnern sich an frühere Leben, gerade Kinder. Manches Kind erzählt, welchen Namen es in einem früheren Leben hatte, wer die Eltern waren und an welchem Ort es wohnte. Überprüfungen solcher Details ergeben immer wieder eine Bestätigung. Manches Kind erinnert sich sogar genau an seinen Mörder und wie er es getötet hat. Muttermale weisen manchmal auf Todeswunden in einem früheren Leben hin.

Manche Völker der Erde leben ganz selbstverständlich mit dem Wissen der Wiedergeburt und fragen kleine Kinder sogar nach deren Erinnerungen an frühere Leben, während die „moderne westliche Welt“ nicht einmal an die Wiedergeburt glaubt.

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Das Leben auf der Erde als Schule

Der Entwicklungsweg der menschlichen Seele ist ein Weg des Lernens. Ziel ist das Erfahren des Lebens in seiner Ganzheit, ein langer Weg aus Irrtümern und Korrekturen.

Die Schule des Lebens ist eine riesige Schule. Einige fangen erst an, andere sind weiter. Man lernt so lange in dieser Schule, bis man selbst Meister der Ewigkeit ist. Dann kommt man als Lehrer in die Schule, um anderen zu helfen. Die Schule des Lebens schleift die Ecken eines Menschen so lange, bis er perfekt ist.

Jedes Leben auf der Erde ist eine Schulklasse mit bestimmten Aufgaben, Prüfungen und Problemen. Dann folgt eine Zeit der Ferien im Jenseits, wo man auch einige versäumte Lektionen nachholt. Danach kommt man in eine höhere Schulklasse mit höheren Aufgaben – oder man wiederholt die alte Klasse. Die Schule des Lebens hat endlose Geduld. Sie gibt der Seele eines Menschen immer wieder neue Wege, nicht gelernte Lektionen zu lernen.

Je höher eine Seele entwickelt ist, desto größer ist ihre Verantwortung und auch ihr Wunsch zu dienen und Schwächeren zu helfen. Manche solcher Seelen gehen in Kirchen oder werden Heiler im Erdenleben, aber auch als reicher Politiker, Bankier oder Wirtschaftsleiter kann man sich wohltätig engagieren. Eine hoch entwickelte Seele wird mit Reichtum positiver umgehen als eine wenig entwickelte Seele.

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Das Lebensspiel der Erde – ein Spiel über viele Zeitalter

Das Lebensspiel der Erde geht über Jahrtausende mit vielen Zeitaltern. In jedem sind gewisse Prüfungen zu bewältigen. Große Propheten konnten die großen Ereignisse voraussehen, aber nur selten die Jahreszahlen, da die Zukunft veränderbar ist. Auch der genaue Ablauf steht nicht fest. Das Gesamtbewusstsein der Menschheit und jeder Einzelne entscheiden mit, was genau geschieht.

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Geistige Rückführung zu früheren Leben und Erlösung von Leid

Einige spirituelle Heiler können andere Menschen geistig in frühere Leben zurückführen. So kann man die Ursache karmisch bedingter Leiden und Krankheiten finden. Man erkennt die komplizierten Verstrickungen aus früheren Leben, die zum jetzigen Leid führten. Durch Erkennen, Verstehen und Vergeben kann ein Mensch diese Konflikte auflösen und im Idealfall Heilung erfahren.

Jeder Mensch selbst kann sich nur selbst befreien, aber genau das macht ihn zu einem göttlichen Wesen. Man verwirklicht das Göttliche in sich selbst, nutzt sein ganzes Potenzial. Das Leben als geistiger Sklave endet und man wird selbstständig, selbstdenkend und selbstbewusst.

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Literatur: „Hände weg von diesem Buch!“ (von Jan van Helsing)

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