10.1. Höhere geistige Wesen und wie sie leben

Das geistige Wesen Seth spricht oft von seiner persönlichen Erfahrung und Perspektive. Ich erachte sie als repräsentativ für viele höhere Wesen, weshalb ich daraus die Grundzüge höherer Wesen ableite. Seth meidet die Bezeichnung „höhere Wesen“ und spricht gerne von einer gewissen Gleichheit allen Bewusstseins. Zwischen den Zeilen spricht er aber sehr wohl von höheren Wesen, weshalb ich so nenne.

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1. Was höhere Wesen sind

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1.1. Höhere Wesen im Universum

Höhere Wesen im Universum sind Energie-Persönlichkeiten ohne physischen Körper. Manche hatten nie einen und ihre Struktur ist den Menschen fremd, während andere Wesen den physischen Körper nach zahlreichen Inkarnationen (Wiedergeburten) in vielen Zeitaltern abgelegt haben, weil sie die Erfahrung der Dreidimensionalität nicht mehr brauchen. Höhere Wesen sind sich ihrer früheren Persönlichkeiten und Inkarnationen bewusst.

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1.2. Höhere Wesen als Lehrer

Diese Wesen sind oft Seelenlehrer für andere Wesen und senden manchmal Botschaften an spirituelle Menschen, um ihr Wissen über das Universum zu teilen. Doch selbst als hohe Lehrer können sie durch ihre Lehrtätigkeit in jeder Dimension der Realität noch etwas lernen.

 

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2.Das Leben höherer Wesen

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2.1. Die Lebenswelt der höheren Wesen

Die geistigen Wesen leben nicht in der linearen Raum-Zeit-Struktur, sondern in höheren Dimensionen. In diesen anderen Realitätssystemen gibt es kein klassisches Universum mit Körpern, sondern nur viele Bewusstseinsformen. Zudem laufen alle Ereignisse zeitlos und gleichzeitig ab und sind wie Puzzleteile nach psychologischen Prinzipien geordnet. Ereignisse und Gestalten sind nicht in einer Zeitform gefangen.

Diese geistigen Wesen können an mehreren Orten gleichzeitig sein. Es gibt also eine multidimensionale statt lineare Realität höherer Wesen. Die höheren Wesen leben in einer multidimensionalen, psychologischen Realität.

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2.2. Gestaltungsfähigkeiten höherer Wesen

Höhere Wesen können mit Gedankenkraft ihre Wunsch-Umgebung frei gestalten. In deren Welt formt jedes Wesen seine Umwelt bewusst selbst als Bilder durch Gedankenmuster, so wie die Menschen ihre physische Welt (unbewusst) als Abbild ihrer inneren Gedanken erzeugen.

In der Welt der höheren Wesen würden die Menschen verloren sein, da sie aus scheinbar unzusammenhängenden Bildern besteht. Es gibt viele Realitätssysteme und nicht alle sind physisch.

In den höheren Welten können die Wesen auch jede beliebige Gestalt annehmen. Identität hängt nicht mehr von der Form ab und es gibt keinen richtigen Tod mehr. Von dieser höheren Welt aus reisen die Wesen als Seelen-Lehrer in andere Realitätssysteme. Sie können auch neue Persönlichkeiten erschaffen, die ihren eigenen Lebensweg gehen.

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2.3. Geistige statt physische Taten bei höheren Wesen

Menschen müssen ihre geistigen Taten körperlich als physische Materie verwirklichen. Die höheren Wesen dagegen verstehen die gültige Realität geistiger Taten, weshalb sie diese nicht mehr materialisieren müssen.

Die höheren Wesen können auch durch zahlreiche Realitäten reisen, während der Mensch stark auf die physische Realität beschränkt ist.

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2.4. Gefühle höherer Wesen

Gefühlserlebnisse sind in höheren Welten intensiver. Höhere Wesen haben auch mehr Freiheit im Gefühlserleben, weil sie keine Angst haben, von eigenen oder fremden Gefühlen bedroht zu werden. Gefühle lassen sich dort auch nicht verbergen.

Diese Wesen verbergen ihre Gedanken und Gefühle auch deshalb nicht, weil sie die positive Zusammenarbeit ihrer Gedanken erkannt haben. Doch es gibt so etwas wie Geistesmanieren. Höhere Wesen verständigen sich telepathisch.

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2.5. Gedanken höherer Wesen

Die höheren Wesen wählen ihre Gedanken bewusster aus als Menschen. Durch frühere Schicksalsprüfungen wurde ihnen die Macht der Gedanken bewusst, was der Mensch erst lernt. Niemand kann der gewaltigen Schöpferkraft des geistigen Bildes und der Gefühle entrinnen.

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2.6. Freunde höherer Wesen

Die höheren Wesen haben mehr Freunde und Bekannte als Menschen, weil sie sich der vielen Verbindungen aus vergangenen Inkarnationen bewusst sind.

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2.7. Teilpersönlichkeiten höherer Wesen

Höhere Wesen können physische Teilpersönlichkeiten hinterlassen, wie der Mensch Kinder hinterlässt. Diese fleischlichen Wesen gehen ihren eigenen Weg und werden auch weiter reinkarniert.

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2.8. Orte und Reisen höherer Wesen

Höhere Wesen können an mehreren Orten gleichzeitig sein, weil sie die wahre Beweglichkeit des Bewusstseins kennen.

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2.9. Entspannung höherer Wesen

Manchmal ruhen sich die höheren, hochaktiven Wesen auch gezielt aus, indem sie zur Entspannung in eine einfache Lebensform wie eine Pflanze inkarnieren.

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2.10. Sprache höherer Wesen

Höhere Wesen verständigen sich telepathisch, doch Telepathie ist auch die Grundlage der menschlichen Sprachen und selbst in der Menschenwelt lassen sich Wahrheiten nicht ganz verbergen, denn auf höherer Ebene sind die wahren Gedanken sichtbar – für Familie, Freunde und Feinde. Telepathie kann durch Worte oder Bilder stattfinden.

 

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3. Vergangenheit höherer Wesen als physische Wesen

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3.1. Frühere Leben höherer Wesen auf der Erde

Viele höhere Wesen lebten zahlreiche Leben auf der Erde, bevor sie zu höheren Wesen wurden.

Manche wählten das ganze Spektrum an Erfahrung: großen Reichtum und große Armut, Luxus und Hunger, hohe berufliche Positionen mit Achtung und niedere Positionen mit Verachtung, sie waren Geschäftsleute und Bettler. Sie lebten als Männer und Frauen, kinderreich und kinderlos, sexuell enthaltsam und sexuell ausschweifend, als treue Eheleute oder abenteuerliche Geliebte, als Familienmenschen und Familienlose. Sie lebten in großen Wohnungen und wohnungslos, als Berühmte und Unberühmte, als Künstler und Bauer, als Propheten, Priester und Profane. Sie waren in der Antike und der Moderne, in weißer und schwarzer Rasse, in Europa und Afrika, in biblischer Zeit, in der Steinzeit und im legendären versunkenen Atlantis.

Auf diese Weise machten die Wesen viele Erfahrungen. Sie lernten die vielen Chancen zur Entwicklung der Seele kennen. Eine Menge Menschen lernen weder aus ihren vielen Leben in Armut noch aus ihren vielen Leben in Reichtum, aber die höheren Wesen erkannten, wie jede kleine Situation des Lebens zur persönlichen psychologischen und spirituellen Entwicklung beiträgt.

Nach manchem Leben in Reichtum wählten höhere Wesen gezielt ein Leben in Armut, um Hochmut vorzubeugen und die kleinen Dinge des Lebens mehr zu schätzen. Das nächste Leben in Reichtum wertschätzten sie dann umso mehr.

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2.2. Wie höhere Wesen ihre früheren Persönlichkeiten sehen

Höhere Wesen erinnern sich an ihre vielen Leben als Menschen, doch diese Persönlichkeiten gehen einige Wege. Sie führen ein unabhängiges Leben, entwickeln sich in ihrem Stil weiter und sind nicht in den höheren Wesen eingeschlossen.

Einst glaubten die höheren Wesen, diese menschlichen Persönlichkeiten zu sein, doch sie waren nur der Funke, der sie hervorbrachte. Nun koexistieren sie mit den höheren Wesen, aber auf einer anderen Realität-Ebene. Höhere Wesen können ihre früheren Existenzen auch wiederbeleben, trotzdem geht eine Form davon eigene Wege.

Insgesamt gehen die früheren Leben die höheren Wesen fast nichts mehr an, denn Persönlichkeiten und Interessen ändern sich. In manchen Leben als Mensch waren sie sich bereits ihrer früheren Reinkarnationen bewusst. Heute kennen die höheren Wesen aber nicht nur ihre vielen Reinkarnation-Persönlichkeiten, sondern auch ihre wahrscheinlichen Selbst, ihre zukünftigen Selbst und andere Wesenheiten in ihrem Seelensystem.

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2.3. Die höheren Wesen und der Tod

Zwischen den Leben spürten die höheren Wesen genau den Gedanken und Ereignissen nach, die zum Tod führten. Sie erkannten, warum dieser Tod und kein anderer Tod passend war. Irgendwann überraschte sie der Tod nicht mehr und sie empfanden jeden Tod als logische Vollendung ihres Lebens.

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2.4. Wie viele Reinkarnationen ein höheres Wesen braucht

Für die meisten Wesenheiten war einst ein Minimum von drei physischen Leben erforderlich. Viele sind aber erstaunt, wenn sie erfahren, wie viele Leben sie schon hinter sich haben.

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2.5. Zukunft höherer Wesen – Zukünftige Wesen von höheren Wesen

Höhere Wesen erhalten wie der Mensch ihr zukünftiges Selbst bereits in der Seele, also das noch höhere Wesen, das sie einmal sein werden. Dieses ist vom physischen System noch ferner. Doch wie beim Menschen steht das noch höhere Wesen der Zukunft mit dem hohen Wesen der Gegenwart in Wechselwirkung, denn jeder psychologische Vorgang wirkt auf andere Teile der Seele ein.

 

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3. Perspektive höherer Wesen auf Menschen

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3.1. Wie höhere Wesen die Menschen sehen

Höhere Wesen sehen den Menschen als multidimensionale Gestalt. Sie sehen all seine Reinkarnationen, die vergangenen und zukünftigen Persönlichkeiten oder sogar die anderen wahrscheinlichen Selbst.

Alle vergangenen, zukünftigen und wahrscheinlichen Erfahrungen der Menschen sind für die höheren Wesen ebenso gültig und real wie die Gegenwart. Der Mensch sieht das natürlich anders.

Die höheren Wesen sehen auch, wie sich die Muster von Vergangenheit und Zukunft des Menschen ständig wandeln, während dieser seine Vergangenheit für statisch und seine Zukunft für ungeschrieben hält.

Manches im Seelenfeld des Menschen existiert auch als Zukunft, die nur psychisch als Gedankenspiel verwirklicht wird. Doch diese multidimensionale Perspektive erschwert es höheren Wesen, zum Menschen der Gegenwart zu sprechen. Bei der Kommunikation müssen sie ihre komplexe Perspektive ständig auf die begrenzte Sicht der Menschen reduzieren.

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3.2. Wie ein Mensch zum höheren Wesen wird

Um die Existenzebene höherer Wesen zu erreichen, muss der Mensch viele Leben leben und viele Tode sterben. Dort hat man dann weit größere Schöpfungsfreiheiten. Allen Materialisierungen liegen Gesetzmäßigkeiten zugrunde, die der Mensch erst erlernen muss.

Alle Menschen entwickeln sich auf die Existenzweise der höheren Wesen zu. Die höheren Wesen leben in einer multidimensionalen, psychologischen Realität, die auch im Menschen angelegt ist, doch erst auf späteren Entwicklungsstufen kann er sie nutzen.

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3.3. Menschen als Fragmente höherer Wesen?

Alle Menschen sind in gewissem Sinne Fragmente ihrer seelischen Wesenheiten und höhere Wesenheiten können auch menschliche Persönlichkeiten erzeugen. Trotzdem fühlt sich jeder Mensch selbstständig und nicht als Erzeugnis eines anderen Wesens.

Jede Persönlichkeit kann sich frei entwickeln. Selbst wenn sie in einer anderen Wesenheit ihren Ursprung hat, kann sie ganz andere Interessen entwickeln und eigene Wege gehen. Nur eine Grundverbindung zur ursprünglichen Wesenheit bleibt.

 

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4. Höhere Berufe höherer Wesen

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4.1. Höhere Berufe in höheren Realitäten

Nach Ende des Reinkarnation-Systems kann ein Wesen viele höhere Berufe wählen. So kann es multidimensionaler Lehrer, multidimensionaler Heiler oder multidimensionaler Schöpfer werden oder alle Berufe vereinen, je nach Naturell.

 

4.2. Höhere Berufe: Multidimensionaler Lehrer

Multidimensionales Lehren setzt eine besondere Ausbildung voraus. So ein Lehrer muss verschiedene Teile einer Wesenheit gleichzeitig unterrichten können, etwa Reinkarnationen aus verschiedenen Epochen. Der Unterricht erfordert auch viel Wissen über die Zeitalter, Weltbilder und Wissenschaften. Man muss ständig durch Dimensionen reisen und Energie feinfühlig manipulieren.

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4.3. Höhere Berufe: Multidimensionaler Heiler

Auch heilen kann man auf multidimensionale Art. Die Heiler arbeiten mit allen Erfahrungsebenen einer Wesenheit und können auf direktem Weg allen Persönlichkeiten helfen, die Teil der Wesenheit sind. Dies erfordert Wissen im Manipulation der Reinkarnationsmuster und große Vielseitigkeit. Heiler beschäftigen sich mit den spirituellen Leiden vieler Persönlichkeiten.

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4.4. Höhere Berufe: Schöpfer

Wer nicht Lehrer oder Heiler werden will, kann den langen Werdegang zum Beruf des Schöpfers einschlagen. Diese Schöpfer entsprechen den Genies der physischen Realität, nur statt mit Kunst, Schrift und Musik experimentieren sie mit Wirklichkeit-Dimensionen und verbreiten ihr Wissen in möglichst vielen geistigen Gestalten.

Manipulation von Zeit und Raum durch große Schöpfer: Was die Menschen Zeit nennen, manipulieren diese Schöpfer wie ein Künstler Farbe. Und was die Menschen Raum nennen, tragen sie auf verschiedenen Wegen zusammen.

Kunst wird von größeren Schöpfern geschaffen, indem sie die Zeit als Struktur verwenden und mit Raum mischen. Anfänger erschaffen zuerst die Schönheiten der Zeitalter, die großen Bauwerke und Gemälde als Übung neu.

Zu den Hauptaufgaben gehört es, Schönheit zu schaffen, die möglichst viele Realitätsdimensionen durchdringt. Es ist eine multidimensionale Kunst so freier und elementarer Art, dass sie in vielen Realitäten erscheinen kann. Einige dieser Schöpfungen existieren auf den Traumebenen und der Mensch nimmt sie im Schlaf wahr. Andere Werke dieser multidimensionalen Kunst bemerkt man als Wahrnehmung-Fragmente im Halbschlaf. Auch die Christuslegende war eine solche Schöpfung.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

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