4.4. Gedanken und Ideen als psychisch wirksame Taten im Universum

Das Leben jeden Tag: Von Ideen, Handeln und Nichthandeln

Jeder Tag im Leben bietet Entscheidungen fürs Handeln oder Nichthandeln. Doch auch wahrscheinliche Systeme, Ideen und Inspirationen haben eine Form von Realität.

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1. Die Wahl im täglichen Leben

Das tägliche Leben gibt dem Menschen jeden Augenblick viele Handlungen zur Wahl, manche einfach, andere von großer Bedeutung. Man kann jeden Tag große positive oder negative Taten tun oder belanglose Dinge.

Man kann wichtige Lektionen lernen oder Zeit verschwenden. Man kann Neues ausprobieren oder Altes ewig wiederholen. Man kann arbeiten oder spielen, wobei auch viele kleine Dinge große Bedeutung haben, während manche physisch großen Taten wie die tägliche Arbeit wenig neue Erkenntnis bringen.

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2. Die Realität von Nichthandlungen

Jeder Mensch hat viele Ideen, die er nicht als Handlung verwirklicht. Sei es, weil sie ihm falsch erscheinen, er zu bequem ist oder sich nicht traut. Er beachtet Nichthandlungen kaum, also Handlungen, gegen die er sich entscheidet. Dabei war die Idee da.

Der nicht gegangene Weg erscheint wie Nichthandeln, doch jeder Gedanke wird in irgendeiner Realität verwirklicht und dessen Potenzial ausgelotet.

Jeder Mensch ist im Zentrum eines kosmischen Wahrscheinlichkeit-Netzes, das er durch geringste Denk- und Gefühlsbewegungen beeinflusst. Entsprechend haben beeinflussen auch alle gedachten Nichthandlungen dieses Netz.

Die physische Welt erscheint als Reihe physischer Taten, doch es gibt auch psychische Taten. Gerade Nichthandlungen mit starken Gefühlsladungen können eine größere Realität im Universum haben als die physisch gewählte Tat.

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3. Was mit ungenutzten Ideen und Talenten geschieht

Jeder Mensch hat viele wahrscheinliche Realitäten neben der bekannten. Wer seinen Wunschberuf nicht ausübt, tut es in einer anderen Realität. Verwendet man seine Gaben nicht in der jetzigen Realität, schöpft eine andere Realität sie aus.

Diese wahrscheinlichen Realitäten mit den wahrscheinlichen Selbsten sind alle Teile der eigenen Identität oder der Seele. Die Seele handelt multidimensional und unendlich, wodurch selbst die kleinste Idee mit winzigster Wahrscheinlichkeit irgendwo verwirklicht wird.

Auch unrealisierte psychische Beziehungen zwischen Menschen werden in anderen Realitäten als Experiment gemacht. Im unendlichen Schöpfungsakt erschafft die Seele unendlich viele Dimensionen und jede geistige Tat eröffnet eine neue Wirklichkeit-Dimension.

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4. Inspirationen von anderen Teilen der Seele

Von einem Selbst gibt es in der Seele noch viele wahrscheinliche Selbst. Inspirationen sind oft Gedanken von einem anderen wahrscheinlichen Selbst der eigenen Seele, denn zwischen allen gibt es elektromagnetische Anziehungen. Ebenso sendet man selbst Ideen an die anderen Teile der Seele aus.

Es gibt aber keinen Zwang, seltsame Ideen der anderen wahrscheinlichen Selbst in der eigenen Realität zu verwirklichen. Manche drängen sich wie Fremdkörper ins eigene Bewusstsein, etwa der Impuls, ein Musikinstrument zu kaufen, obwohl man sich unbegabt fühlt. Jeder muss selbst entscheiden, wie sehr er solchen Impulsen als Experiment nachgeht.

Der Mensch ist sich meist nur eines Ichs bewusst. In anderen Realität-Systemen wissen die Individuen, dass sie mehr als ein Ich haben.

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5. Schriftstellerei als Untersuchung von Wahrscheinlichkeiten

Schriftstellerei ist eine Methode des Menschen, um wahrscheinliche Realitäten zu untersuchen.

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6. Von Nachteil: Negative Beschäftigung mit der Vergangenheit

Man sollte sich nicht auf negative Weise mit unangenehmen Teilen der Vergangenheit beschäftigen, weil andere Teile des Selbst noch darin verwickelt sein können und ihnen das nicht guttut.

Auch die Beschäftigung mit negativer Zukunft ist unstrategisch. Man errichtet so ein Netzwerk negativer Wahrscheinlichkeiten. Negative Ereignisse sollte man auch nicht ungeschehen denken, sondern durch Positives ersetzen. Tut man dies mit großer Lebhaftigkeit und Ehrlichkeit, erlangt das Ereignis im Universum tatsächlich eine starke Gültigkeit.

Weil Gedanken Realität erschaffen, kann man mit intensivem positivem Denken eine negative Vergangenheit überschreiben, was ihre Wirkung auf einen selbst und auf andere verändert.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

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