4.6. Spirituelle Botschaften empfangen und die innere Wahrheit finden

1. Was man fürs Empfangen spiritueller Botschaften braucht

Wer spirituelle Botschaften anderer Realitäten empfangen will, braucht eine gefestigte Persönlichkeit, einerseits selbstbewusst und ohne Angst, andererseits mit starkem Verlangen nach neuen Antworten übers Universum.

Man muss wissen, wie man durch Meditation gewisse Bewusstsein-Zustände erlangt. Dies bedingt Wissen über Innenschau, tiefe Konzentration, Auflösung des physischen Selbst und einen ausgesendeten starken Wissensdrang samt der Zuversicht, Erkenntnis auf diesem inneren Weg zu erhalten.

Meist empfangen jene Menschen Botschaften, die sich schon vorher tief mit der ganzen Erde und anderen Realitäten verbunden fühlten.

Auch Gebete können als Rahmen für Kontakt mit spirituellen Wesen dienen, wenn man sich aufrichtig in Gebete vertieft. Meist wählen spirituelle Medien aber andere Systeme.

Oft erhalten Personen im Alter von 30 bis 50 Jahren geistige Botschaften, denn dann ist die Persönlichkeit gefestigt, die Lebensenergie in bestimmte Bahnen gelenkt und die Erkenntnis erlangt, dass die klassischen Welterklärungen der Menschheit, Gesellschaft und Religion nicht einleuchten.

Prinzipiell stehen aber jedem Individuum über erweiterte Bewusstsein-Zustände die inneren Wissenspforten offen. Er muss aber auch Verlangen danach zeigen, daran glauben und sich für Erfahrungen bereithalten, indem er immer wieder in Ruhe nach innen schaut.

Der eigene Charakter entscheidet stark, wie viel spirituelle Hilfe man erhält, auch in dem Sinne, dass einige Menschen lieber alleine Antworten suchen, statt Hilfe anderer Wesen annehmen.

 

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2. Wirkung spiritueller Erlebnisse

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2.1. Wirkung spiritueller Erlebnisse und Botschaften

Ein inneres spirituelles Erlebnis, eine Botschaft oder Vision, und die dabei erzeugten gewaltigen Energien können ein Leben binnen eines Augenblicks verändern.

Manche intensive Bewusstsein-Erfahrung wirkt auch so, als wäre der Mensch nun mit dem ganzen kosmischen Bewusstsein verbunden. Dies wäre aber so gewaltig, wie es den Menschen noch nicht möglich ist.

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2.2. Was in Trance geschehen kann

Bei manchem spirituellen Medium strebt das Bewusstsein in Trance nach oben, einen inneren medialen Pfad entlang, einen energetisch aufgeladenen Trichter hinauf. Es steigt scheinbar aus dem Körper hinaus und eine unsichtbare Pyramide hinauf, deren offene Spitze weit ins Universum reicht.

Dort ist ein energiereicher Ort zwischen den Systemen, jenseits von Zeit und Raum, der mit psychologischer Realität zu tun hat. Hier stößt das Bewusstsein des Trance-Mediums auf unpersönliche Symbole, deren Botschaft automatisch in Worte übersetzt wird. Das sind aber besondere Erlebnisse und nicht jene normaler Menschen.

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2.3. Wenn Individuen für spirituelle Erlebnisse nicht bereit sind

Viele Individuen haben spirituelle Erlebnisse, aber sind nicht stark genug für sie. Manche müssen erst lernen, ihre intuitiven Wissensflüsse in Bücher und intellektuelle Strukturen zu bringen.

Andere haben weit größere Probleme. Sie versuchen diese Erfahrungen zu verleugnen und zu vergessen.

Wieder andere wollen trotz dem neuen Wissen über die wahre Natur der Realität ihr altes Weltbild nicht aufgeben und ihr Leben nicht ändern, etwa mit mehr Sensibilität, Verantwortung und Liebe durch die Welt gehen.

Noch andere wollen nicht über eine einmal gemachte Erfahrung hinauswachsen. Schien das Wissen einst von ihrem Gott zu kommen, bleiben sie ihr ganzes Leben bei ihrem Glaubenssystem, auch wenn sie es nach späteren Erfahrungen hinter sich lassen sollten. Manche sind sich ihrer einmal gefundenen Wahrheit so sicher, dass ihnen der Wissensdrang fehlt, noch größere Wahrheiten zu erfahren.

 

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3. Die Wahrheit im Inneren finden

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3.1. Die innere Wahrheit

Das innerste Wissen der Seele ist wie ein Buch, das der Mensch bei jeder Geburt auf seine Reise mitnimmt.

Jeder wird mit der Sehnsucht geboren, die innersten Wahrheiten seiner Seele zu verwirklichen. Er spürt die große Diskrepanz zwischen Innenwelt und Außenwelt. Als Folge will er die Außenwelt nach seinen Idealen ändern oder Antworten in ihr für seine inneren Probleme finden. Dies ist der Sinn des Schöpfungsspiels. Das innere Selbst übersetzt dabei innere Wahrheiten in physische Wahrheiten, weil das äußere Ich mit diesen Symbolen leichter arbeiten kann.

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3.2. Lehrer und Bücher

Der Mensch wird seine innerste Wahrheit nicht finden, indem er von Buch zu Buch und von Lehrer zu Lehrer geht. Er wird sie auch nicht mit der spezialisierten Meditation-Methode eines anderen finden.

Nur durch regelmäßiges, stilles Hineinblicken in das innere Selbst erfährt er seine persönliche wahre Realität. Doch für wahre Erfolge muss ein aufrichtiges Verlangen da sein. Dann werden Antworten auf seine Fragen kommen.

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3.3. Eine einzige große Wahrheit?

Glaubt der Mensch an eine einzige große Wahrheit, die eines Tages für alle enthüllt wird, kann er lange warten. Wahrheit ist überall. Bereits jeder Gegenstand ist eine Wahrheit.

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3.4. Wie Wahrheit sich wandelt

Wahrheiten wandeln sich. Der Kern einer Wahrheit kann uralt sein, aber ihre Erscheinungsform ist neu. Verbreitet ein Mensch eine innere Wahrheit, wird sie zur „neuen Wahrheit“, denn jeder macht aus empfangenen Botschaften etwas anderes. Jeder redet auf einmalige Weise und alle Zuhörer machen in Gedanken wieder etwas Neues daraus.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

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