5.1. Die Todeserfahrung – was nach dem Tod geschieht

5.1. Die Todeserfahrung – was nach dem Tod geschieht

1.1. Bewusstsein ist unabhängig von Körpergewebe

Menschliches Bewusstsein ist nicht an Körpergewebe gebunden, es ist nicht vom Körper abhängig. Andererseits gibt es keine physische Materie, die nicht von einem Bewusstseinsanteil ins Leben gerufen wird.

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1.2. Die Persönlichkeit nach dem Tod

Nach dem Tod bleiben die Persönlichkeit und die Erinnerungen erhalten. Man wechselt nur in ein anderes Realitätssystem, auf das man nach Ablegen des Körpers zwangsläufig reagiert. Die Erfahrung ist dort aber ebenso komplex wie zu Lebzeiten und auf eigene Weise geordnet. Auch Atome und Moleküle bewahren auf ihre Weise Erinnerungen an alle Formen, durch die sie gegangen sind, ihre Persönlichkeit.

Menschliche Persönlichkeiten leben also nach dem Tod mitsamt ihren Erinnerungen weiter, aber sie sind nur Teile der seelischen Gesamtpersönlichkeit. Zudem verändert ein Mensch seine Persönlichkeit nach dem Tod ebenso fließend wie im Leben. Daher ist es unsinnig, nach dem Tod ganz gleich bleiben zu wollen, denn Existenz bedeutet Veränderung.

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1.3.  Der Körper stirbt ständig tausend Tode

Jeden Tag sterben im Körper Atome und Moleküle kleine Tode und erleben ihre Wiedergeburt. Der Körper hat keine einzige Zelle von früher mehr. Trotzdem lebt der Mensch. Das höhere Bewusstsein ist inmitten vieler Tode lebendig – oder gerade wegen der ständigen Zellen-Erneuerung. Es umflackert einen sich ständig wandelnden Körper und springt spielend über das kurze Flackern hinweg.

 

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2. Was beim Tod geschieht

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2.1. Der Augenblick des Todes

Es gibt keinen genauen Todespunkt, sondern einen Übergang ins Jenseits mit kleineren Ereignissen. Das Leben ist ein Prozess des Werdens und der Tod ist ein Teil davon.

Einige Individuen wollen schnell verschwinden und überlassen das einfache Körperbewusstsein der Atome sich selbst. Andere bleiben bis zum letzten Moment beim physischen Körper. Während beim Tod des Körpers alle Zellen nach und nach sterben, sprüht das höhere Bewusstsein voller Lebenskraft.

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2.2. Einbildungen beim Tod

Starke Einbildungen sind entscheidende psychologische, paranormale Momente für die Entwicklung, ob vor oder nach dem Tod. Im Traumzustand können sie sogar den Lauf einer Zivilisation umlenken.

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2.3. Die Todesarten

Die Todesart hat viel mit individueller Erfahrung des jeweiligen Bewusstseins zu tun. Mit seinen Vorstellungen vom Tod beeinflusst der Mensch auch diesen. Das Bewusstsein kann sich schnell oder langsam vom Körper ablösen, je nach Mensch.

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2.4. Nach dem Tod: Ende der Zeit-Illusion

Nach dem Tod sind die inneren Sinne des Menschen frei und die Zeit-Illusion ist fort. Die Zukunft liegt so klar vor ihm wie die Vergangenheit, wobei das kompliziert ist, da es mehrere Vergangenheiten gibt. Der Mensch erkennt aber nur bestimmte Geschehnis-Kategorien als real an und übersieht andere, etwa wahrscheinliche Vergangenheiten, Gegenwarten und Zukünfte.

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2.5. Nach dem Tod: Ende der Raum-Illusion

Raum ist eine Illusion, was man nach dem Tod erlebt. Durch außerkörperliche Erfahrungen kann man aber schon zu Lebzeiten viele Raumprobleme des Jenseits antreffen. Nach dem Tod braucht man beispielsweise für eine Reise durch den Raum keine Zeit.

Raum existiert nicht im Sinne von Entfernung und ist so gesehen eine Illusion. Es gibt nur geistige und psychische Grenzen. Statt der Grenzen von Ländern und physischen Hindernissen bilden nach dem Tod psychologische Zustände Grenzen. Es kennt im Jenseits also nicht jeder jeden und alle Welten. Einem Individuum in einem bestimmten Zustand kann ein anderes Individuum fremd erscheinen, selbst wenn es heißt, dass im Jenseits vieles aufgrund von Telepathie vertrauter ist.

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2.6. Nach dem Tod: Neues Bewusstsein für die Schöpfungskraft

Nach dem Tod erkennt der Menschen die größeren Kräfte seines Bewusstseins. Lernt er sie aber schon zu Lebzeiten nutzen, hilft ihn das im Tod und ihn erwarten weniger verwirrende Überraschungen, etwa dass das Bewusstsein kein Gefangener des Körpers ist.

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2.7. Nach dem Tod: Der geistige Körper

Nach dem Tod findet sich der Mensch in einer geistigen Gestalt wieder, wobei sein Erscheinungsbild fast wie das physische aussieht. Es ist sein Astralkörper, mit dem er auch im Traum unterwegs war.

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2.8. Was der geistige Körper nach dem Tod kann

Der Astralkörper kann nach dem Tod alles, was er bereits im Traumzustand konnte. Er kann fliegen, feste Gegenstände und Wände durchdringen und mit Willenskraft von Ort zu Ort reisen.

Meist kann der Astralkörper aber keine physischen Gegenstände mehr manipulieren. Man kann in der physischen Welt nichts mehr hochheben, öffnen oder werfen. Vom Jenseits kann man die physische Welt noch sehen, doch Energiefelder trennen beide Welten.

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2.9. Weitere Körper im Jenseits

Das Astralkörper ist der erste Körper nach dem Tod, aber nicht der letzte. Viel später lernt der Mensch im Jenseits auch, seinen Körper bewusst und beliebig zu verändern. Denkt man an seine Kindheit, hat man die Gestalt eines Kindes. Die meisten Menschen wählen aber eine reifere Gestalt.

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2.10. Unsterblichkeit im Wandel

Mit Unsterblichkeit verbindet der Mensch etwas Beständiges, dabei kann Unsterblichkeit von Wandel begleitet sein, denn jede Persönlichkeit wandelt sich ständig und nicht immer auf vorhersehbare Weise. Der kostbarste, individuellste Teil im Menschen kann aber nie zerstört werden. Er bleibt Teil der Seele, ohne von ihr verschlungen zu werden.

Keine Persönlichkeit eines Menschen geht verloren. Jede fährt nach dem Tod fort, sich weiterzuentwickeln. Die Seele dagegen hat so viel Potenzial, dass sie sich niemals durch eine einzige Persönlichkeit ausdrücken kann.

 

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3. Probleme nach und mit dem Tod

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3.1. Der Tod als absolutes Ende

Glaubt ein Mensch fest, dass der Tod alles beendet, kann sich nach dem Tod Selbstvergessenheit einstellen, denn Gedanken erschaffen die Realität. Diese Schwärze ist aber vorübergehend.

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3.2. Der tote Körper nach dem Tod

Meist staunt der Verstorbene nach dem Tod über seinen toten Körper, weil er selber gar nicht tot ist, und viele Beerdigungen haben den Toten als unsichtbaren Ehrengast.

3.3. Wer an kein Leben nach dem Tod glaubt

Religionsglaube bereitet nicht ideal auf das Jenseits vor, aber Unglaube, also der Glaube, dass mit dem Tod alles endet, vergrößert das Problem noch.

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3.4. Wer im Tod nicht an die Macht der Gedanken glaubt

Viele Menschen sind nach dem Tod überglücklich, dass sie weiterleben. Manche müssen aber ganz von vorne anfangen, weil sie weder zu Lebzeiten noch im Tod begreifen, wie stark die eigenen Gedanken die Schöpfung beeinflussen. Sie finden sich nach dem Tod in einem Chaos aus vielen Welten wieder, ohne zu erkennen, dass ihre eigenen Gedanken dieses Chaos verursachen.

Mancher sieht sein Leben als wildes Tier symbolisiert, das er vergeblich dressieren oder töten will. Es ist eine Symbolisierung für Menschen mit wenig Selbstkritik zu Lebzeiten.

3.5. Wer den Körper nach dem Tod nicht loslassen will

Wer sich mit dem Körper überidentifiziert, kann nach dem Tod Qualen leiden, sozusagen als verlorene Seele immer beim toten Körper bleiben und glauben, nirgendwo anders hinzukönnen.

Beim Tod erkennt das unvorbereitete Bewusstsein mit Schrecken, dass es sich nicht mehr durch den Körper ausdrücken kann. Der Unvorbereitete sieht ohne Körper keine Ausdrucksarten mehr und glaubt, sein Bewusstsein werde sich auflösen.

In Wirklichkeit hat das körperlose Bewusstsein andere Ausdrucksformen mit viel mehr Freiheiten. Erst am Ende des Reinkarnation-Zyklus steht ein endgültiger physischer Tod – aber nie ein endgültiger psychischer Tod.

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3.6. Wer die physische Welt nach dem Tod nicht loslassen will

Wer den Tod nicht wahrhaben will, richtet seine Gefühlsenergien weiter auf die physische Welt. Diese Toten versuchen, zu Lebenden zu sprechen oder ihre Projekte zu vollenden, was die jenseitige Entwicklung aufhält.

Mancher versucht sogar in den toten Körper zurückzukehren und den physischen Mechanismus selbst nach der Beerdigung noch in Gang zu bringen. Und manchmal merken Menschen wirklich nicht, dass sie sterben oder tot sind und ein Seelenlehrer muss es ihnen sagen.

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3.7. Strafe für Selbstmörder nach dem Tod?

Entgegen dem Glauben vieler erwartet Selbstmörder nach dem Tod keine besondere Strafe. Im Jenseits ist ihre Lage nicht schlechter als die anderer Toten.

Und nicht alle Selbstmorde sind gleich. Die Begleitumstände reichen von niederen bis zu hohen Motiven. Ungelöste Probleme des alten Lebens sind aber in einem späteren Leben zu lösen und wenn das Ich glaubte, sich durch den Selbstmord vom eigenen Bewusstsein zu erlösen, erlebt es nach dem Tod wirklich ein unangenehmes Erwachen.

Hinderlich im Jenseits ist aber nicht so sehr ein Selbstmord, sondern wenn ein Toter weiter auf die physische Welt zentriert bleibt: die Erde mit ihren Menschen, Gegenständen, Orten, Projekten und das eigene Haus, wo der Tote dann herumgeistert, sowie eine starke Identifizierung mit dem eigenen toten Körper und dem Geschlecht.

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3.8. Der Selbstmord Lebender

Auch viele Lebende begehen Selbstmord, selbst wenn sie physisch weiterleben. Viele verweigern nämlich Lebenserfahrung im physischen System und dämmern bis zum Ableben nur dahin.

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3.9. Todesstrafe

Im moralischen System des Menschen ist Töten etwas Schlechtes, doch den Mörder zur Strafe zu töten, vergrößert nur den ursprünglichen Irrtum.

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3.10. Mörder und Opfer

Mörder und Opfer können nach einer Reinkarnation die Rollen tauschen und erkennen, wie Reinkarnation-Erinnerungen sie tief miteinander verbinden.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

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