5.2. Religionen und Glauben – Wirkung aufs Leben nach dem Tod

Vorteile und Nachteile von Glaubenssystemen und Religionen

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1.1. Im Jenseits sieht der Mensch, was er sehen will

Die Erfahrung im Jenseits und auf außerkörperlichen Reisen richtet sich nach den Erwartungen. Wer an Dämonen glaubt, bringt hervor. Man sollte sich fragen, welches Problem diese Schöpfung symbolisiert. Manchmal sind es auch Gedankenformen von anderen, doch wer nicht an Dämonen glaubt, ist davor sicherer.

Nach dem Tod fechten einige auch große spirituelle Kämpfe aus. Jeder Mensch verarbeitet seine Probleme auf der Ebene, die seinem Verständnis entspricht.

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1.2. Glaube an Himmel und Hölle

Der feste Glaube an Himmel und Hölle kann diese im Tod manifestieren. Schließlich wird alle Realität durch Gedankenkraft erzeugt, auch im Jenseits. Es sind aber Illusionen und der Himmel kann die Weiterentwicklung verlangsamen, da man ihn als Ende aller Prüfungen ansieht.

Für eine Weile können Menschen im Himmel ausruhen, bis die Langeweile sie lehrt, dass Leben Entwicklung verlangt. Das Bewusstsein sucht immer Wandel und Herausforderung. Ein Paradies langweilt das neugierige Wesen bald. Und wer glaubt, die Hölle verdient zu haben, landet vorübergehend ebenfalls dort. Auch dort stehen Lehrer bereit.

In der Hölle kommt man aber schneller zur Besinnung als im Himmel. Ängste rufen Gedanken an (Er)Lösung hervor. Das Leid öffnet die Pforten des Wissens um einiges schneller. Doch es gibt keine besonderen Orte, wo man nach dem Tod landen muss, denn alles ist Gedankenschöpfung. Ein liberaler Glaube ans Paradies als Zwischenstation ist dagegen von Vorteil, da der Mensch so eine angenehme Stätte hat, wo er Lektionen und guten Rat von Lehrern leicht annehmen kann. Engel können ihn freundlich belehren.

Auch der Glaube ans Jüngste Gericht oder einen spirituellen Endkampf ist oft brauchbar, denn so ist man auf eine spirituelle Prüfung und Beurteilung vorbereitet, wie sie später bei der Selbstprüfung ansteht. Jene, die wissen, dass Realität selbst geschaffen wird, haben es nach dem Tod am leichtesten. Jene, die gelernt haben, mit dem Traumzustand bewusst umzugehen.

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1.3. Wächter und Prüfungen für geistige Reiche?

Viele Schriften erzählen von Göttern und Dämonen als Wächter an den Toren anderer Realitäten im Jenseits. Die Ebenen der jenseitigen Astral-Reiche werden genau beschrieben und nummeriert und vor dem Eintritt in jede höhere Ebene gäbe es eine Prüfung.

All dies sind Verfälschungen, wenngleich Versuche, die innere Realität zu beschreiben. Doch jeder Mensch erschafft sich seine Realität selbst. Man sollte nachdenken, was dies für die sogenannten Astral-Reiche im Jenseits bedeutet.

Wer an Prüfungen und Aufstieg-Ebenen glaubt, wird sie erhalten. Manche wollen das, aber man sollte vorsichtig mit der Wahl seiner Glaubenstexte sein. Man erschafft sich das, was man im Innersten glaubt.

 

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2. Sinn von Mythen und Religionen fürs Jenseits

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2.1. Der Sinn großer Religionen

Große Religionen und religiöse Bewegungen sollten den Menschen einen Reiseplan ins Jenseits geben, gerade wenn sie alte Reisepläne hinterfragten. Diese Kinderfibeln sind oft besser als Desorientierung.

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2.2. Antike Bilder vom Übergang ins Jenseits

Alte Mythen erzählen von einem Jenseits-Fluss-Übergang mit einem Fährmann (Seelenführer) für den Toten oder andere Geschichten. Diese Mythen haben sich einst im Jenseits manifestiert und dem Sterbenden tatsächlich geholfen. Moderne Menschen dagegen haben oft gar keinen Reiseplan.

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2.3. Der Übergang für Christen

Das Christentum ersetzte die Fluss-Fährmann-Geschichte durch Himmel, Hölle, Fegefeuer und jüngstes Gericht und für stark Gläubige wird nach dem Tod diese Zeremonie veranstaltet. Die Seelenlehrer treten dann im Gewand der Heiligen auf, wobei jeder Gläubige seine persönlichen Vorstellungen von ihnen hat.

Der Jesus des einen ist aber nicht der Jesus des anderen und für Allah, Mohammed und Moses gilt bei Islamisten und Juden dasselbe. Die Seelenführer versuchen ihre Zeremonie jedem Einzelnen anzupassen und danach klären sie den Verstorbenen über die Wahrheit auf, also nur der Glaube solche Kulissen erschafft.

 

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3. Einfluss vom Glauben an Gut und Böse zu Lebzeiten auf das Leben nach dem Tod

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3.1. Der Glaube an Gut und Böse

Der Glaube, dass Böses durch Gutes aufgewogen werden muss, kann nachteilig sein, da er an ein Realität-System bindet, das äußerst eingrenzend und leidvoll ist. Gott gegen Satan, Engel gegen Dämonen – im jetzigen Realität-System schafft der Mensch große Gegensätze und besonders problematisch wird es, wenn man bei allem Guten das Böse als Ausgleich fürchtet. Diese Gegensätze sind oberflächlich und das Ergebnis intellektuellen Missbrauchs.

Der Intellekt erschafft diese Gegensätze, um dem physischen Leben Sinn zu verleihen. Er möchte die Dinge gerne klar trennen. Durch die Gedanken von Bestrafung, Belohnung und Ausgleich erschafft der Intellekt sich Sinn zum Handeln, er sucht Höhepunkte und Tiefpunkte.Der Glaube an Gut und Böse ist nicht ideal, aber wer beides schon in seiner Realität erkennt, sollte sich an das Gute halten und böse Taten nicht damit rechtfertigen, dass es nichts Böses gibt.

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3.2. Der Glaube an das Gute

Der Glaube an das Gute ohne das Böse erscheint manchen Menschen unlogisch, ist aber die beste Strategie fürs physische Leben und nach dem Tod. Es schenkt ein Gefühl der Leichtigkeit und gibt Mut für spontane Erfahrungen, was die Entfaltung der Fähigkeiten im Leben begünstigt. Nach dem Tod bietet der Glaube an das Gute auch Schutz vor der Hölle, Dämonen und Gerichtsstrafen.

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3.3. Der Glaube an das Böse

Gedanken formen die Realität. Wer an das Böse glaubt, nimmt es auch wahr. Mit der Intuition sieht der Mensch aber nichts Böses. Das innere Selbst weiß, dass das Böse nur auf Unwissenheit basiert.

Ein starker Glaube ans Böse verhindert die Erkenntnis der Wirklichkeit, der wahren Realität, der inneren Einheit, Ganzheit, Wechselbeziehungen und Zusammenarbeit von allem. Manche Individuen haben im physischen Leben nie Harmonie und Einheit erlebt, kein Verschmelzen der Gegensätze. Sie müssen nach dem Tod noch viele Stadien durchmachen und haben noch viele physische Leben vor sich.

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3.4. Das Böse mit Liebe besiegen

Das Böse löst man durch Liebe und Mitgefühl auf. Solange man an das Böse glaubt, wird es aber im eigenen Realität-System existieren und der Glaube daran erscheint berechtigt. Hass zieht das Gehasste herbei.

Man sollte auch nicht den Hass hassen, das ist die gleiche Falle. Nicht wer den Krieg hasst, sondern wer den Frieden liebt, bringt Frieden. Mit Hass für einen Menschen, eine Sache, ein Land oder ein Volk zu sterben, ist von Nachteil, denn im nächsten Leben arbeitet man mit diesen Einstellungen weiter. Wer Hass fördert, wird es weiter tun. Auch ein Sturm ist nichts Negatives, sondern explosive Schöpferkraft.

Wiederum zieht Liebe diese herbei. Doch zur Liebe gehört auch Freiheit. Wenn man einen aus Liebe gefangen hält, wird dieser Geliebte ihn hassen, aber sich wegen der Liebesworte nicht dazu berechtigt fühlen. Solche Gefühlsverwicklungen können zu Konflikten in vielen Leben führen.

Doch wer sich heute für Liebe, Wahrheit, Intuition Freude, Kreativität und Leistung interessiert, für den werden diese Werte später ebenso arbeiten. Man sollte sich auf das Schöne konzentrieren und die guten Schöpfungskräfte nutzen.  Man braucht auch Grundvertrauen, dass selbst alle negativen Erfahrungen einem höheren Zweck dienen.

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3.5. Glaube an Gut, Böse, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit

Denken in Gut und Böse kann die Entwicklung behindern. Man sucht sich dann viele Inkarnationen samt Menschen aus, die sich alle nur mit dem Gut-Böse-Problem beschäftigen, statt die wahre Natur der Realität zu erkennen.

Und wer etwas als Böse verdammt, schafft nur etwas neues Böses. Und Hass auf Feinde kann den Menschen für viele Leben an diese binden. Man zieht das an, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet. Beschäftigt man sich viel mit Ungerechtigkeiten, zieht man solche Erfahrungen an.

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3.6. Im physischen Leben sieht der Mensch, was er sehen will

Von einer Realität wählt jeder Mensch bevorzugte Daten aus. Glaubt man, dass alle Menschen schlecht sind, wird man das Gute nicht erfahren. Die Menschen werden sich immer von ihrer schlechtesten Seite zeigen, denn telepathisch sorgt man dafür, dass sie einen nicht mögen.

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3.7. Sinn von Gut und Böse

Im System der Menschen scheinen Gut und Böse Realität zu sein. Polarität scheint das Ordnungsprinzip und Gesetz dieser Welt zu sein. Diese Polaritäten haben aber Sinn. Der Mensch soll lernen, mit schöpferischen Energien bewusster umzugehen, um eines Tages ein bewusster Mitschöpfer im Universum zu werden.

Zu diesem Lernprozess gehört der Umgang mit den Polaritäten Gut und Böse, als wären sie Realitäten. Diese Begriffe helfen, die Heiligkeit der Existenz und die Verantwortung des Bewusstseins gegenüber der Schöpfung zu erkennen. Sie geben dem Ich Richtlinien.

Die Einteilung in Gut und Böse gründet sich letztlich in der begrenzten Wahrnehmung des Menschen, die in diesem System aber für alle verbindlich ist. Der Mensch nimmt nie das Ganze wahr, sondern nur Teile der Realität. Er sieht die Dinge in einem begrenzten, aber intensiven Licht.

Doch weil er der Welt nur so begegnen kann, wie er sie wahrnimmt, erscheinen ihm Gut und Böse wirklich als Realität.  Das innere Selbst der Seele ist sich aber der Einheit von allem bewusst, also dass es kein Gut und Böse gibt.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

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