6.4. Pläne nach dem Tod: Persönliche Vorlieben für Lektionen und Wege

Die Reinkarnation und ihre vielen Wege der Erfahrung

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1.1. Persönliche Vorlieben und Wege nach dem Tod

Nach dem Tod steht eine unbegrenzte Vielfalt an Erfahrungen offen, doch nicht alle sind gleich wahrscheinlich.

Man kann eine neue Inkarnation wählen, das vergangene Leben als Material für neue Erfahrung verwenden, Abwandlungen des alten Lebens schaffen, es nach Belieben verbessern – oder in ein ganz anderes Wahrscheinlichkeit-System eintreten, das getrennt vom Reinkarnation-System ist. Dann lässt man die lineare Zeit hinter sich.

Manche Persönlichkeiten lieben eine Lebensordnung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in logischer Folge. Diese Menschen wählen meist die Reinkarnation. Andere sammeln lieber Erfahrungen auf intuitive Weise, bei der das Ordnungsprinzip auf Assoziation beruht. Diese Wesen wählen gerne ein Wahrscheinlichkeit-System.

Einige verlassen das physische System auch, weil es ihnen nicht gefällt. Doch den angefangenen Reinkarnation-Zyklus muss jeder vollenden. Manche, die ihn vollendet haben, kehren auch als Lehrer zurück. In dem Fall ist ein gewisses Wissen über das höhere Selbst der Seele immer vorhanden.

Es gibt im Jenseits auch ein Zwischenstadium der Unentschiedenheit, eine Ruhezone, wo viel Beratung durch Seelenführer, Freunde und Verwandte erfolgt. Desorientierte und unwissend Tote werden über ihren Zustand aufgeklärt. Es ist eine Zeit des Lernens, der Einsicht und der geistigen Regeneration auf einem Kreuzplatz zwischen den Systemen. Der Mensch schließt auch Freundschaften und manchen Freunden begegnet er nur in der Zwischenexistenz.

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1.2. Selbstprüfung vor der endgültigen Entscheidung

Vor der Entscheidung für den weiteren Lebensweg gibt es eine Selbstprüfung, bei der jeder Mensch seine ganze Geschichte über viele Leben erfährt.

Er begreift die wahre Natur seiner höheren Wesenheit und wird von deren fortgeschrittenen Teilen für die nächste Inkarnation beraten. Der Mensch wird sich seiner anderen Reinkarnation-Selbst bewusst, Gefühlsverbindungen zu Persönlichkeiten aus früheren Leben. Manche sind intensiver als die Beziehungen des gerade beendeten Lebens.

 

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2. Planung des neuen Lebens (Wiedergeburt, Reinkarnation)

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2.1. Planung der neuen Reinkarnation zwischen den Inkarnationen

Im Jenseits findet viel Planung für das nächste Leben eines Individuums statt. Beim Plan fürs nächste Leben müssen Beziehungen zu anderen Seelen festgelegt werden, was einen Gedankenaustausch mit allen Beteiligten erfordert.

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2.2. Planung der Familie, Eltern und eigenen Kinder

Insbesondere die Familie muss genau geplant werden. Man wählt die eigenen Eltern und diese wählen ihre Kinder. Meist wählt der Mensch beim Planen der Reinkarnation seine künftigen Kinder also im voraus aus und diese wählen ihre Eltern. Falls eine Mutter ein Kind von früher kennt, erlebt sie bei der Geburt Träume über frühere Existenzen.

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2.2. Wiedergeburt ohne Planung und Beratung

Manche Persönlichkeiten werden ohne Beratung und Planung wiedergeboren, weil sie so energisch ins physische Leben zurückdrängen. Einige gehen sogar schon nach wenigen Stunden in ein neues Leben. Zuerst ist das oft ein Unglück, aber man kann aus diesem „Fehler“ viel lernen. Manche Persönlichkeiten sind auch von einem höheren Zweck beseelt und wollen ein begonnenes, wichtiges Projekt für die Menschheit vollenden.

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2.3. Reinkarnation-Gemeinschaften

Nach der persönlichen Grundplanung der neuen Reinkarnation schließen sich die Individuen anderen an, die sich für dieselbe Erfahrungsform entschieden haben. Ein gemeinsames Unternehmen kommt in Gang. Zwar ist jede individuelle Realität verschieden, doch es gibt überordnete Pläne und Ordnungen.

 

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3. Vorlieben verschiedener Individuen bei der Reinkarnation

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3.1. Zeitlänge zwischen den Inkarnationen

Zwischen den Inkarnationen der meisten Individuen liegen höchstens drei Jahrhunderte. Zu fremde Epochen erschweren die Orientierung und schwächen die Gefühlsbindung an die Erde. Nach menschlichen Zeitbegriffen kann die Zeit zwischen den Leben Jahrhunderte oder nur ein paar Jahre dauern. In seltenen Fällen auch nur wenige Stunden, wobei diese Wesen ohne Planung und Beratung inkarnieren.

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3.2. Wie Zeitepochen bestimmte Seelen anziehen

Die großen Themen einer Zeitepoche ziehen bestimmte Persönlichkeiten wie Künstler und Erfinder zur Wiedergeburt in verschiedene Epochen an, denn Fortschritt hat nichts mit Zeit zu tun, sondern mit psychischer und geistiger Entwicklung.

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3.3. Einzelgänger und Familienmenschen in Inkarnationen

Manche Individuen wollen als Teil einer Gruppe wiedergeboren werden, in einer Gesellschaft mit ehemaligen Zeitgenossen, während Einzelgänger solche Gemeinschaftsunternehmen verachten.

Einzelgänger inkarnieren auf die Erde ohne viel Gefühl für die historischen Epochen. Für ihre eigensinnigen Ziele ist das wenig wichtig. Gesellige hingegen wollen erst kommen, wenn ihre Zeitgenossen und Familien aus anderen Epochen wiederkommen.

Mit den Reinkarnation-Zyklen sind also Gruppenmuster verbunden. Manche lieben vertraute Menschen, andere wandern lieber allein von Schule zu Schule und treten mit größerer Freiheit und Kreativität, aber auch ohne den beruhigenden, sicheren Rahmen auf. Das ist eine Frage des psychologischen Geschmacks.

Das Individuum entscheidet über jedes Leben, dessen Umwelt, Zeitalter, Gesamtcharakter und die Methoden der Realisierung. Die „Gesetze“ der Reinkarnation passt jede Persönlichkeit an ihre Bedürfnisse an.

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3.4. Auf das physische System spezialisierte Menschen

Man kann das physische Leben in vielen Intensitäten erfahren, vom extremen Theoretiker bis zum extremen Praktiker. Letztere haben das „ganze Programm“.

Solche Persönlichkeiten sind auf die physische Existenz spezialisiert. Sie wissen genau, wie man Ideen in physische Materie umsetzt. Viele leben recht kurz, aber intensiv, und haben mehr Inkarnationen als die meisten Menschen. Sie leben in allen Rassen und sehr vielen Epochen, beschäftigen sich mit ihnen intensiv und arbeiten stark an der Weltgestaltung mit.

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3.5. Besondere Begabung als klare Linie der Lebensreihe

Während die meisten Menschen im Reinkarnation-Zyklus viele Berufe wählen, folgen andere einer klaren Linie. So kann man ausschließlich Lehrer oder Priester sein. Einige haben außergewöhnliche Begabungen, die sie in allen Leben verwirklichen wollen, abgewandelt für die jeweilige Epoche. Dieses Talent soll DAS Zeichen ihrer einmaligen Persönlichkeit sein.

 

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4. Reinkarnation in außen- und innenorientierte Kulturen

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4.1. Reinkarnation in innen- und außenweltorientierte Kulturen

Man kann in innen- und außenweltorientierte Kulturen inkarnieren. Beide Kulturen haben ihren Sinn.

Einige Kulturen wertschätzen es, wenn man sich mit Geistigem, Paranormalem, Träumen und außerkörperlichen Erfahrungen befasst.

Dagegen schätzen außenorientierte Kulturen materielle Technologien. Eine Persönlichkeit sollte lernen, die innere und die äußere Realität konstruktiv für das eigene Schöpfen zu nutzen.

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4.2. Die äußeren Ziele der Reinkarnation

In einer außenorientierten Kultur lernt man besser mit physischer Materie zu arbeiten. Strebt eine Kultur nach physischer Fortbewegung, kommen Ideen von Flugzeugen auf. Weiß man dagegen, wie das eigene Bewusstsein ohne den Körper reisen kann, ist der Reiz fürs Bauen von Flugzeugen nicht so groß und dies wird vielleicht nie gelernt.

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4.3. Die inneren Ziele der Reinkarnation

In außenorientierten Kulturen verkennen die Menschen die inneren Ziele des Lebens. Neben dem äußeren Schauspiel gehört zu ihren Aufgaben auch die Erforschung der inneren Welt in Träumen und anderen Bewusstsein-Zuständen.

Manche spirituelle Menschen verrichten viel geistige Arbeit fürs Universum, während ihr Außenleben uninteressant ist. Dies gilt auch für stille Denker und einsame Schreiber ohne äußeres Publikum. Deren Gedanken und Texte haben Wirkung im Universum und erst recht auf die eigene Seele. Andere Wesen und Realitäten im Universum erfahren von den scheinbar geheimen Werken.

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4.4. Große Wirkung von kleinen Erfahrungen

Selbst kleine Erfahrungen haben auf die multidimensionale Umwelt eine große Wirkung, seien diese nun in der Innenwelt oder Außenwelt.

Beschäftigt sich ein Mensch intensiv mit einem scheinbar winzigen Teil der Realität, sind Teile seines Selbst vielseitig in anderen Realitäten aktiv. Manchmal ist man so sehr mit einem Gegenstand oder einer Erinnerung beschäftigt, dass man das Zimmer nicht mehr wahrnimmt oder die Erinnerung Gegenwart wird. Diese Schwankungen in der Realität nimmt der Mensch als selbstverständlich hin, ohne zu fürchten, nicht mehr in die Gegenwart zurückzukehren.

Das multidimensionale Selbst speichert auch alle kleinen Lebenserfahrungen und macht sein Wissen prinzipiell all seinen Teilen zugänglich. Am Ende des Reinkarnation-Zyklus erlangen alle Teile der Gesamtpersönlichkeit volle Bewusstheit, was die Multiplizität der Persönlichkeit nochmals mehrt.

 

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5. Einstellungen der Wesen zum physischen Leben

Einige Wesen schätzen das physische Leben, andere nicht.

Auf das physische Leben haben die Individuen viele Perspektiven: Einige sehen es als ausgezeichnetes Medium für ihre Entwicklung und Selbstverwirklichung. Sie haben Talent, mit physischen Mitteln innere Ideen zu manifestieren

Andere finden das schwierig und können sich in anderen Realitäten besser bewähren. Einige besitzen Talente, die man nicht in der Menschenwelt ausdrücken kann.

Wiederum tun sich manche Seelen mit Talent für die physische Welt in nicht-physischen Welten schwer. Doch auf allen Realitätsebenen sollte man die tieferen emotionalen spirituellen Wahrheiten erfahren.

 

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6. Wie ein Wesen durch Reinkarnation Lektionen lernt: Persönliche Vorlieben

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6.1. Formen von Reinkarnation-Lektionen

Jedes Wesen will auf seine Weise lernen und entscheidet selbst, was es im neuen Leben lernen und wie es sich weiterentwickeln will. Von übergeordneten Lektionen gibt es viele individuelle Spielformen.

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6.2. Fortschritt auf einseitige oder vielseitige Weise

Manche wollen im neuen Leben bestimmte Themen und Charakterzüge abgrenzen und nur an diesen arbeiten. In einem Leben entwickeln sie den Intellekt hoch und im nächsten die Gefühle. Die Seele analysiert dann die Vor- und Nachteile.

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6.3. Fortschritt auf leichte oder schwere Weise

Manche Persönlichkeiten bevorzugen Fortschritt auf leichte, langsame Weise. Sie wollen vertraute Menschen aus früheren Leben wiedersehen und Probleme wie ein Tänzer mit leichter Hand lösen. Andere wollen gewaltsame Programme und schwere, radikale Wege mit steiler Lernkurve.

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6.4. Probleme auf spätere Leben verschieben?

Manche Persönlichkeiten möchten die Lösung ihrer größten Probleme ganz schnell hinter sich bringen und wählen eine Reihe schwerer Existenzen mit extremen Umständen.

Anderer von ruhigerer Gemütsart verschieben einige Probleme auf spätere Leben und lösen sie nach und nach. Man kann auch heilsame Ruhephasen einlegen. Zum Beispiel kann man ein glückliches Leben mit ganz wenig Problemen als Vorspiel zu einem Leben voller großer Prüfungen wählen oder als Belohnung für ein vergangenes schwieriges Leben. Ideal für die Entwicklung ist es, wenn man sich im physischen Leben wohlfühlt, ohne davon besessen zu sein.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

Mehr zum Thema: Spirituelles Geheimwissen: Seele, Unsterblichkeit, Leben nach dem Tod, Wiedergeburt und Multidimensionales Universum