7.2. Das Männliche und Weibliche im Selbst in der Seele

7.2. Das Männliche und Weibliche im Selbst in der Seele

 

1. Die zwei Geschlechter als zwei Prinzipien

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1.1. Der Grund für Teilung in zwei Geschlechter

Die Teilung in zwei Geschlechter soll zwei gegensätzliche Prinzipien der Schöpfung verkörpern, zwei komplementäre Charakter-Tendenzen. Dieses System soll jungen Seelen in der Grundschule helfen, scheinbar gegensätzliche Schöpfungskräfte zum Ausdruck und Ausgleich zu bringen.

Trotz des komplementären Charakters sind Männlichkeit und Weiblichkeit tief miteinander verbunden. Jedes Individuum muss sich aber seine persönliche Balance erarbeiten, seine innere Identität verwirklichen, indem es beide Charakterzüge auf seine Weise in sich vereinigt.

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1.2. Spannung zwischen den Geschlechtern

Die natürliche Spannung zwischen den Geschlechtern hat nicht nur physische, sondern viel tiefere, psychische Ursachen. Sie verkörpern zwei gegensätzliche Schöpfungsprinzipien, die beide einander brauchen. Das träumende Kreative der Weiblichkeit braucht die tatkräftige Männlichkeit, die ihre Ideen verwirklicht.

 

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2. Pflicht zu männlichen und weiblichen Leben

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2.1. Sinn der Leben als beide Geschlechter

Das Reinkarnation-Programm umfasst Erfahrungen als beide Geschlechter. Auf eingeschlechtlicher Linie können sich manche Fähigkeiten nicht entfalten. Die Erfahrung als Mann und Frau, der Mutter- und Vaterschaft muss gemacht werden. Man hat aber die Wahl von vielen Geschlechterwechseln oder langen Linien von Männer- und Frauenleben. Manchen fällt das Leben in einem Geschlecht leichter und sie brauchen für das andere mehr Leben.

(Anmerkung des Verfassers: Das sagt das Geistwesen Seth im Buch „Gespräche mit Seth. Persönlich möchte ich Ihnen das nicht als naturgesetzliche Pflicht einreden – und ich warne davor, sich in Gedanken solchen angeblichen Pflichten leichtfertig zu ergeben, nur weil ein Geistwesen oder ein spiritueller Meister das sagt. Wer kämpft, kann verlieren, aber wer in Gedanken nicht einmal kämpft, hat schon verloren.

Persönlich verabscheue ich das gesamte zweigeschlechtliche System an sich, biologisch, psychologisch und sozial, in unserer Menschenwelt. Ich ziehe geschlechtslose, androgyne, neutrale, engelhafte Betrachtungen vor. Persönlich nie wieder in Menschenkörper mit deren Geschlechtsmerkmalen geboren werden.)

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2.2. Männliche und weibliche Leben

Jeder Mensch führt im Reinkarnation-Zyklus Leben als Mann und Frau. Eine bewusste Erinnerung daran bleibt meist nicht erhalten. Damit ein Individuum sich nicht mit seinem jetzigen Geschlecht überidentifiziert, lebt in jedem Mann und jeder Frau eine innere Personifikation seines anderen Geschlechts. Männlichkeit und Weiblichkeit sind keine Gegensätze, sondern tendieren zum Verschmelzen.

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2.3. Im Traum das Geheimnis seines anderen Geschlechts finden

Männer und Frauen können viel über ihre gegengeschlechtliche Vergangenheit aus anderen Reinkarnationen lernen, wenn sie in ihren Träumen auf Archetypen des anderen Geschlechts achten oder wo sie selber im Gegengeschlecht auftreten.

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2.4. Geschlechter-Archetypen

Es gibt bei beiden Geschlechtern Archetypen, etwa bei der Frau: Mutter, Ehefrau, Priesterin, Hexe und weise Frau. Und beim Mann: Jüngling, Dschungelmann, Vater, Ehemann, Priester und weiser Alte. Sie stellen Grundelemente dar.

 

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3. Männlichkeit und Weiblichkeit als Energie

 

3.1. Die Anima – das Weibliche im Menschen

Das Weibliche im Menschen, die Anima, ist die „Innerlichkeit“, das Nachdenkliche, Sorgende, Intuitive, Nach-innen-Gerichtete, die Introversion, aus der die Schöpferkraft stammt. Der Wunsch, sich von fremden Kräften mitreißen zu lassen, ist in der Anima ebenso ausgeprägt wie der Wunsch nach Ruhe.

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3.2. Der Animus – das Männliche im Menschen

Das Männliche im Menschen, der Animus, sorgt für eine aggressive Gegenbewegung, die das Individuum zurück in die physische Tätigkeit treibt, bei der es die kreativen Ideen der Anima als physische Trophäen verwirklicht.

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3.3. Das innere Gegengeschlecht

Durch Animus oder Anima kann das Individuum per Intuition von dem Wissen und Hintergrund gegengeschlechtlicher Existenzen profitieren, denn jeder hat beide Wesenszüge in sich.

 

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4. Ziel der Reinkarnation: Das individuelle Geschlecht

Das Geschlecht am Ende des Reinkarnation-Zyklus:

Am Ende des Reinkarnation-Zyklus ist die physische, sexuelle Art von Kreativität und physische Zeugung nicht mehr nötig. Das hochentwickelte Selbst hat endlich eine konstruktive, ausgeglichene Identität gefunden, wo männliche und weibliche Charakterzüge bzw. Schöpfungsprinzipien im feinen Einklang aufeinander abgestimmt sind.

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(Anmerkung des Verfassers: Alles in diesem Artikel zum Thema „Männlichkeit und Weiblichkeit“ erzähle ich zur allgemeinen Information für den Neuling. Es hat nicht unbedingt meine persönliche Zustimmung. Das gilt zwar für meine Blogartikel zu anderen Büchern generell, aber zu einigen Teilen im Besonderen.)

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

Mehr zum Thema: Spirituelles Geheimwissen: Seele, Unsterblichkeit, Leben nach dem Tod, Wiedergeburt und Multidimensionales Universum