8.3. Die Wahrheit über die Christuslegende (nach Seth)

Die Christuslegende nach der Wesenheit Seth enthält einige überraschende Elemente, die selbst in spirituellen, alternativen und weltverschwörungstheoretischen Büchern kein Standard sind, aber die sehr ehrlich wissend erzählt werden. Was wahr ist, weiß ich nicht, aber man sollte Seths Perspektive auf Christus auch in seine Gedanken über die mögliche Wahrheit miteinbeziehen.

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1. Der historische Christus

Der historische Christus wusste, wer er war und dass er nur eine von drei Persönlichkeiten einer höheren Wesenheit darstellte. In der Christuslegende verschmolzen die Biografien dreier Individuen, von Johannes dem Täufer, Jesus und Paulus, daher manche widersprüchliche Überlieferung.

Alle drei waren aber Teile derselben Wesenheit und wurden von gewaltigen Energien angetrieben, um ein hochsymbolisches Bühnenspiel aufzuführen. Johannes sollte den Weg bereiten, Christus die Botschaft verkünden und Paulus das neue System verbreiten. Es sollte aber ein ideelles, statt formelles System sein. Leider trug Paulus mehr zum Kirchenchristentum bei, das die wahren Lehren entstellte.

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2. Physisches und Psychisches im Christus-Drama

Die Christuslegende zeigt symbolisch die menschliche Vorstellung von Gott. Christus sprach von Vater und Sohn, um die Beziehung des Menschen zum inneren Selbst zu zeigen. Vieles im Christus-Drama war physisch, einiges nur psychisch.

Doch das Psychische war mehr als ein Mythos. Das Psychische bewegte die Menschen mehr als das Physische. Physische Szenen sind sowieso nur Symbole für innere Vorgänge. Die Legende von Christus war aber das, was sich im Glauben der Menschen letztlich verankerte. Jesus wurde also „wirklich“ zum Gekreuzigten. Die Legende war die Realität und wirkte als Energie auch so im Universum.

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3. Die Kreuzigung Christi

Die Kreuzigung Jesu war mehr ein psychisches, statt physisches Ereignis. Ideen von gewaltiger Größe waren im Spiel. Symbolisch zeigte die Kreuzigung den tiefen Konflikt des Menschen, den Wunsch, bis zum Tod für die eigene innere Wahrheit einzustehen.

Auf der psychischen Energie-Ebene des Universums wurde die Kreuzigung aber eine viel größere Realität als historisch. Der historische Christus wurde nämlich nicht gekreuzigt. Er hatte nicht die Absicht, so zu sterben. Nur Menschen von radikalem Gemüt fühlen sich von einem religiösen Drama mit Selbstopfer angezogen und sehen es als nötigen Beweis für eine Wahrheit. Christus war von anderer Natur.

Doch andere Menschen wollten eine Kreuzigung, um die Prophezeiung zu erfüllen. Es gab eine Verschwörung, einen Versuch, aus Christus einen Märtyrer zu machen.

Man wählte einen anderen Mann und redete ihm unter Drogen ein, er solle die Prophezeiung erfüllen. Er glaubte das und wollte sich am Ende wirklich opfern. Der Jünger Judas wusste von der Verschwörung, doch um den wahren Christus zu schützen, lieferte er diesen selbst ernannten Messias aus. Die Verschwörer wollten auch einer Partei der Juden die Schuld geben, wussten aber nicht, dass das ganze jüdische Volk die Schuld tragen würde.

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4. Die Auferstehung Jesu

Die Grabstätte Jesu war leer, weil die Verschwörer den Körper des falschen, toten Jesus wegbrachten.

Der wahre, lebende Christus zeigte sich nach dem Tod des Doppelgängers vielen Anhängern, sowohl im Körper als auch im außerkörperlichen Zustand. Er ließ an seinem Körper Wunden aufbrechen, damit man ihm glaubte, dass er wirklich Christus war, denn viele waren fest von seiner Kreuzigung überzeugt. Er klärte sie über die Wahrheit auf und in welcher Lage er als offizieller Toter war.

Aber alle, die von der Verschwörung nichts wussten, missdeuteten Jesu Erscheinung nach dem „Tod“ als Auferstehung. Doch die physische Gegenwart von Jesus war nicht länger erforderlich und sogar seltsam wegen seines scheinbaren Todes. Daher verschwand er.

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(Anmerkung des Verfassers Dies erzähle ich mit einigem Widerwillen, denn ich mag mich nicht blind stellen. Wie kann man so gut einen Doppelgänger von einem hochbekannten Menschen erschaffen, den selbst die engen Anhänger nicht als falschen Jesus am Kreuz erkennen? Ja, das geht schon auf einige real-phantastische Weisen, aber so einfach ist das nicht.

Andererseits: Wenn ich das für eine Lüge hielte, hätte ich es nicht erzählt. Ich weiß es einfach nicht. Ich weiß nur, dass selbst das Phantastische wahr sein kann, selbst wenn Skeptiker noch so sehr dagegen reden.

Aber ich kenne noch andere, an sich recht glaubwürdige gechannelte Werke, die die große spirituelle, geradezu magische Erhabenheit von Jesus Christus am Kreuz loben sowie Berichte über Zeitreisende, die der Kreuzigung Christi beiwohnten.

Sagen wir es mal so: Alles kann auf verschiedenen Zeitlinien anders gewesen sein und scheinbar erkennen weder zeitreisende Menschen noch Engel, Außerirdische oder andere Wesen, dass sie nur von der persönlichen Erfahrung einer bestimmten Zeitlinie berichten …

Der große Verschwörungsautor David Icke weist wiederum recht glaubwürdig nach, dass Jesus gar nicht gelebt hat – und auf der anderen Seite gibt es Menschen, die recht glaubwürdig sagen, dass Jesus physische Kinder hatte, und wieder andere sollen selbst heute Visionen von Jesus Christus erscheinen, wo ein Mann wie ein klassischer Jesus aussieht und sich sogar so nennt. Zumindest auf der geistigen Ebene hat das Jesus-Phänomen irgendeine Realität, egal, was die physische Historie sagt. All das heißt aber wiederum nicht, dass es der eigentliche Jesus ist …)

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5. Das letzte Abendmahl

Beim letzten Abendmahl sagte Christus: „Das ist mein Leib, mein Blut.“ Er wollte sagen, dass in aller Materie Geist ist und dass sein Geist vom Körper nicht abhängt. Er wollte auch sagen, dass man ihn nicht fortan mehr mit dem Körper gleichsetzen sollte, denn als Hellseher wusste er von der geplanten falschen Kreuzigung.

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6. Die zwölf Jünger

Die zwölf Jünger waren keine klassischen Menschen, sondern „Fragment-Persönlichkeiten“ der Christus-Persönlichkeit, wie höhere Wesen sie erzeugen können. Jeder der zwölf Jünger verkörperte menschliche Charakterzüge, einschließlich den Selbstverräter, der das innere Selbst oft aus niederen Motiven verrät, und Christus repräsentierte dieses innere Selbst.

Die Zwölf plus Christus (der sich als Dreien zusammensetzende Eine) machten zusammen eine individuelle, irdische Persönlichkeit aus – das innere Selbst und zwölf Charakter-Eigenschaften bzw. Energien des Ich. So wie Christus von seinen Jüngern umgeben war, ist das innere Selbst von diesen Charakter-Eigenschaften umgeben.

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7. Das wahre Christentum

Obwohl das Christus-Drama sehr bekannt ist, hatten die wahren Lehren des Christentums kaum eine Chance. Bekannt wurde nur ein verzerrtes Christentum.

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8. Andere Propheten zur Zeit Christi

Zur Zeit Christi gab es auch viele Schauspiele von anderen Predigern, denn viele Persönlichkeiten spürten damals die Gewalt der inneren Wirklichkeit.

Viele Männer wollten als Religionshelden die Welt verbessern, doch der historische Christus lebte die innere Wahrheit am besten. Andere blieben zu sehr ins Leid ihres Ortes, ihrer Zeit und ihrer Kultur verstrickt, statt über den Dingen zu stehen. Sie blieben Meister in der Provinz.

Einige folgten zwar dem Beispiel Christi, indem sie religiöse Wundertaten und Heilungen vollbrachten und eine Schar Anhänger um sich sammelten, doch die psychische Arbeit blieb dahinter zurück. Wieder andere waren Meister der Tugend und Rechtschaffenheit, aber ihre Strenge verhinderte eine große, spontane, begeisternde Bewegung.

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Literatur: „Gespräche mit Seth – von der ewigen Gültigkeit der Seele“ (von Jane Roberts)

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