Walt Disney und der Disney-Konzern – Handlanger des Teufels? – Wie überzeugend ist diese Verschwörungstheorie?

Zu Walt Disney und dem Disney-Konzern gibt es einige Verschwörungstheorien. Es ist von einer satanischen Seite die Rede.

Natürlich klingt das für viele Disney-Liebhaber zu düster, um wahr zu sein. Es ist einfach schwer, an der schönen Disney-Welt eine dunkle Seite zu sehen, und persönlich denke ich: Was auch immer Disney an Negativem hat, Disney hat den Menschen auch viel Positives gebracht, das man gegenrechnen muss.

Die Welt wäre jetzt nicht schöner ohne Disney. Und das sage ich immerhin ALS Verschwörungstheoretiker. Aus meiner Sicht hat Disney die Welt wirklich in mancher Weise verbessert und ist unter den Machern von Kinderfilmen, Kinderserien und Erwachsenenfilmen ein eher positives Beispiel.

Doch schauen wir uns die Beweisführung der Verschwörungstheoretiker mal genauer an. Zuvor schrieb ich schon den Artikel: Die Disney-Verschwörungstheorie: Welche Beweise bringen die Gegner?“

Dort hatte ich einen Artikel der Mainstream-Medien analysiert („Verschwörungstheorien der Wirtschaft: Wie Disney unsere Jugend verdirbt“). Und darin kam das Buch „Walt Disney – Handlanger des Teufels“ vor, das ich mir nun genauer anschaue und zentrale Aussagen als sinngemäße Zitate zusammenfasse (es sind also keine Originalzitate).

Schauen wir uns mal einige Informationen aus dem Buch „Walt Disney – Handlanger des Teufels“ an, welche der Mainstream-Artikel NICHT erwähnt hat, obwohl er das Buch kannte. Das Buch macht zum Beispiel auch diese Aussagen:

1. Der Disney-Konzern in Verbindung mit Pornografie und Filme negativer Art:

Disney war gegen ein Gesetz zum Verbot von Kinderpornografie. Der Disney-Konzern kauft auch Medien-Firmen, die schmutzige Filme drehen, die nicht mit der Disney-Philosophie im Einklang stehen. Der Disney-Konzern stellte sogar einen überführten Kinderschänder als Filmregisseur ein und wollte mal Filmrechte für einen Film über Sex mit Minderjährigen kaufen. Disney ist an vielen Firmen beteiligt, die negative Filme aller Art drehen, doch das wird geschickt verborgen. Disney schafft sich Tochtergesellschaften, um dort ganz andere Filme mit Sex, Kindern und Gewalt zu drehen.

2. Der Disney-Konzern und Homosexualität:

40 Prozent des oberen Disney-Managements sollen die eigene Homosexualität zugeben. Disney fördert mehrere homosexuelle Projekte und manchmal fördert Disney Homosexuelle auch mehr als Heterosexuelle.

Etwas seltsam für eine Filmwerkstatt, die vordergründig familienfreundliche Filme mit klassischen Geschlechterrollen präsentiert, nicht wahr? Das macht schon nachdenklich. Scheinbar hat der Mainstream-Artikel sich wirklich auf die schwächeren Beweise gestürzt. Wobei ich persönlich nichts gegen Homosexuelle an sich habe und auch nicht zu den Menschen gehöre, die bei damenhaften Mädchen in Filmen gleich den Missbrauch eines Kindes für sexuelle Rollen sehen.

Aber wie gesagt: Das alles macht schon nachdenklich. Andererseits ist der Disney-Konzern nicht gleichbedeutend mit der Marke der Disneyfilme. Prinzipiell hat ein Konzern das Recht, sich auch mit anderen Produktzweigen zu beschäftigen und diese unter anderer Marke zu verkaufen. Man bewirbt anstößige Filme des Disney-Konzerns wohl nicht als „Disneyfilme“. Worauf ich hinaus will: Es gibt auch Lebensmittelkonzerne, die unter bestimmten Markennamen bekannt sind. Aber einige haben auch Tochterkonzerne, die Körperpflegemittel produzieren, was man unter anderen Marken macht. Die Unternehmenswelt ist manchmal etwas bunt. Oder nehmen wir das Verlagshaus Random House, das viele Verlage als „Marken“ zusammenfasst und damit vom Kinderbuch bis zur Erotik alles verlegt – was nicht heißt, dass eine konkrete Verlagsmarke selbst sich gleichzeitig als Kinderbuch- und Erotikverlag profiliert.

Leider kritisiert der Autor des Buches „Walt Disney – Handlanger des Teufels“ Disney gerne mit Zitaten der Bibel. Ich wertschätze ihn als Faktensammler, teile aber nicht unbedingt seine Interpretation, denn die Bibel ist nicht die heiligste und höchste Wahrheit und hat auch dunkle Seiten. Wobei der Autor nicht Unrecht hat, dass Homosexuelle fast schon mehr Schutz erhalten als Christen. Auch am Verdacht des Verschwörungstheoretikers, dass man über die Jahre durch viele kleine Schritte die Toleranz für Kindersex erhöhen will und Disney eines von mehreren Medien in diesem Komplott ist, mag Wahrheit dran sein.

Weitere Aussagen im Buch: „Walt Disney – Handlanger des Teufels“ (nur sinngemäße Zitate):

3. Antichristlich: „Disney gab den Auftrag für einen Film, der das Christentum als Mythos darstellt.“

Auch das macht nachdenklich …

4. Okkult: „Disney fördert okkulte Zauberei für die Neue Weltreligion.“

Ich sehe das anders. Disney fördert keinen echten Glauben an Magie, sondern alles soll bloß Traum und Fantasie sein. Der Okkultismus in Disney wird wirklich überbewertet, zumal es KEINE Steigerung des Okkultismus gibt. Es gibt nicht systematisch immer mehr Disney-Filme der Sorte „Der Zauberlehrling“, um die Zuschauer auf eine okkulte neue Weltreligion vorzubereiten, sondern in moderner Zeit haben wir eine Menge magielose Werke wie „Cars“, „Das große Krabbeln“, „Findet Nemo“ …

Zweitens: Die Illuminaten, mit denen Disney verbunden sein soll, fördern auch in der Gesamtgesellschaft nicht den Glauben an eine okkulte Neue Weltreligion, sondern das Gegenteil: den Glauben an eine materialistische, magielose und gottlose Welt. Manche Disney-Filme mit ihrer Magie sind diesem Materialismus eher entgegengesetzt.

5. „Für viele Menschen ist Disney leider heilig.“

Ja, die Wertevermittlung von Disney-Filmen wird gerne einseitig-positiv betrachtet.

6. „Viele Autoren wollten Disney bloßstellen, doch viele Bücher sind gestoppt worden.“

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7. „Walt Disney war ein Mann mit guter Fassade, aber anderem Hintergrund, ein Musterbeispiel, wie die Illuminaten sich perfekte Fassaden erschaffen.“

Der Verschwörungsforscher nennt auch viele Details. Ich glaube ihm. Die Abhandlung über Disney liest sich durchaus so, als hätte jemand viele Fakten recherchiert, die keiner wissen will. Walt Disney soll auch kaum gezeichnet und nicht so viel Talent gehabt haben. Vielmehr hatte er andere Künstler streng beaufsichtigt, die seine hohen Ideale verwirklichten.

8. Disney und die Illuminati:

Disney ist laut dem Autor ein Herzstück der Illuminati für das Herrschaftskonzept „Brot und Spiele.“  Disney ist auch an Mind-Control-Programmen der Illuminaten beteiligt und sogar ein Mitglied der Illuminaten soll sinngemäß gesagt haben: „Wenn die Welt wüsste, was wirklich hinter Disney steht …“ Die Illuminaten benutzen Disney-Filme auch gerne für ihre eigenen Gedankenkontroll-Experimente, da sie besonders gut geeignet sind.

Walt Disney soll nicht direkt ein Illuminat gewesen sein, aber von den Illuminaten kontrolliert, die sein Talent erkannt hatten, die „Neue Weltordnung“ der Weltverschwörer voranzubringen. Andernfalls wäre er nie so groß geworden. Fast niemand auf der Welt wird wirklich groß ohne sie. Walt Disney war mit vielen Personen und Organisationen in Kontakt, die nicht zu seinem Image passten.

Meine Ansicht: Seien Sie selbst als Disney-Liebhaber mal ehrlich: Glauben Sie, ein Mann wie Walt Disney oder ein Konzern wie Disney wären so groß geworden, wenn das Ganze nicht irgendwelchen mächtigen Männern gut in den Plan passen würde, ob wir sie nun Illuminaten nennen (wie die Verschwörungstheoretiker) oder nicht? Ohne dunkle Seiten wird in unserer Welt fast niemand wirklich groß.

9. Rassismus in Disneyfilmen:

In Disney-Filmen soll viel Rassismus sein, etwa in „Der König der Löwen.“ Ich weiß leider nicht, was der Autor meint. Mir fehlen umfangreichere Beweise, und offen gestanden bezweifle ich, dass man hier gute Beweise liefern kann. Daher stelle ich mich nicht hinter diese These.

Aber konkret beim Film „Der König der Löwen“ war ich schon immer der Ansicht, dass die Hyänen scheinbar nur im Exil leben, weil sie hässlich aussehen – und wenn sie dann als Rebellen das Löwenland stürmen, sind sie natürlich „böse“. Das wird im Film nicht schlüssig erklärt. Dort wird vielmehr das Recht auf Herrschaft durch Geburt verteidigt ­– sehr fraglich. Aber gewiss im Interesse der Illuminaten ….

10. „Die Lehre vieler Disney-Filme „Höre auf dein Herz“ sei trügerisch, fast satanisch.“

Ich stimme da teilweise zu. Zwar beklagen viele Esoteriker, dass die Menschen oft auf das Herz kaum hören, doch im Grunde geht es darum: Man solle auf die höchsten echten Ideale hören, wo auch immer die genau sitzen, wo auch immer dieses Gewissen ist. Und viele Disney-Figuren tun nur das Zweitbeste, was man im Leben tun kann: auf das Herz hören im Sinne von den eigenen Träumen folgen, statt wirklich Gerechtigkeit in eine ungerechte Welt zu bringen und die Welt zu verbessern.

11. „Disney vermittelt falsche Werte.“

Manche Disney-Cartoons vermitteln Kindern, dass Stehlen und Streiche spielen normal sei. Disneys Zeichentrickfilme haben viel Gewalt, die man nicht zeigen dürfte, wenn es kein Zeichentrick wäre. Es ist die Heile-Welt-Fassade, die Disney-Zeichentrickfilme so gefährlich macht.

Ja, ganz meine Meinung. Das alles könnte direkt von mir stammen – und DAS sollten die Mainstream-Medien mal bringen. Man kann durch die hübschen Figuren zweifelhafte Lehren in schönem Gewand zeigen. Leider übersehen viele Verschwörungstheoretikern diese offensichtliche falsche Wertevermittlung, weil sie so auf die Sexbotschaften aus sind …

12. „Disney-Filme wirken unterschwellig sehr manipulativ auf die spirituelle Seele eines Menschen.“

Prinzipiell stimme ich dem Autor zu, nur hätte ich einen anderen Ansatz gewählt, um das zu beweisen, also nicht so sehr über die Christen-Bibel-Satan-Perspektive. Auch ich finde, dass Disney-Filme stark unterschwellig manipulieren – aber nicht so, wie viele Verschwörungstheoretiker und andere Disney-Kritiker denken. Vielleicht bringe ich mal einen eigenen Beitrag dazu, denn dies ist ein längeres Thema …

13. „Im Disneypark gibt es hinter der schönen Fassade viele okkulte und sonstige Skandale.“

… was der Autor auch detailliert schildert. Ich glaube ihm seine Faktensammlung.

Wie groß der satanische oder negative Einfluss von Disneyparks auf normale Menschen aber wirklich ist, solche Untersuchungen fehlen vermutlich bis heute, umso mehr zur spirituellen Dimension. Ich sage NICHT, dass Disney oder Vergnügungsparks positiv sind, aber ob sie deswegen stark negativ sind? Selbst wenn einige Menschen dort Angstzustände erleben, trifft dies nicht auf die Mehrheit zu. Manchmal nehmen die Verschwörungstheoretiker (wie AUCH die Mainstream-Medien!) einzelne Fälle, um daraus einen großen Skandal zu machen.

Ich war schon wirklich oft in Vergnügungsparks (etwa 55 Mal) und wurde nie negativ von Dämonenmächten beeinflusst, auch nicht in meiner neuen spirituellen Zeit, in der ich wirklich empfänglich für zwielichtige geistige Mächte wurde und fast schon neugierig war, wie ein Parkbesuch mich nun beeinflussen würde. Ich habe nie spürbar negative Energien von dort angezogen, sondern nach den Parks eine ganz normale Nacht verbracht – und ich weiß, dass es seltsame dämonische Mächte im Universum gibt. Nein, um wirklich mit dämonischen und zwielichtigen Phänomenen in Kontakt zu kommen, sind intelligente BÜCHER viel besser. AUCH die BIBEL oder ein Werk wie „Gespräche mit Gott“! So was wirkt (bei mir) viel mehr als eine satanische Kulisse, wie etwa eine „Hexenfeuerkessel-Kulisse“ in Vergnügungsparks. Vergnügungsparks passen nicht zu meiner Persönlichkeit, aber ich liebe Achterbahnen.

14. „Disneyparks: Nach stundenlangem Stehen in Warteschlangen in heißer Sonne sehen die Touristen wie Zombies aus.“

Ja, das stundenlange Warten für eine Fahrt ist idiotisch. Das gilt aber für alle Freizeitparks, nicht nur den Disneypark. Wartezeit kann man aber auch intelligent mit dem Lesen eines Buches verbringen oder mit intelligenten philosophischen Gedanken. Man verringert die Wartezeit auch drastisch, indem man sich die richtigen Vergnügungsparks zu den richtigen Wochentagen und Jahreszeiten aussucht. Wartezeit für Achterbahnen? – 5 bis 30 Minuten.

Und bevor jemand in den langen Wartezeiten eine Verschwörung zur Konditionierung der Menschen sieht: Die Parks tun recht viel, um die Wartezeiten zu verkürzen und sie so angenehm wie möglich zu machen. Manchmal kann man gegen Extrageld sogar ein Schnellticket bekommen, sodass man an der Warteschlange vorbeigehen kann.

Meiner persönlichen Erfahrung nach gehen die meisten Menschen auch recht glücklich aus den Freizeitparks und sehen nicht auffällig erschöpft aus. Menschen, die „nicht satanische“ Dinge wie Bergwandern in der heiligen Natur machen, sehen am Abend erschöpfter aus …

15. „Gott wollte nie, dass sich Mädchen in verführerische Huren-Glamour-Girls verwandeln.“

Nun, aber ist das primär Disneys Schuld? Die klassischen Disney-Filme zeigen meist KEINE Huren-Glamour-Girls. Dafür muss man sich vielmehr in der Promi- und Musik-Szene umsehen, in der Regenbogenpresse für Erwachsene sowie in Jugendzeitungen wie der „Bravo“.

Und: WER gibt Mädchen überhaupt die MITTEL, sich als Glamour-Hure zu stylen? War das im Jahr 1920 noch so leicht? Waren da in Modegeschäften überall Miniröcke? Nein. Erst die MODERNE Modeindustrie, insbesondere die Mode ab den 1990er Jahren, machte das möglich. Die klassischen Jugendmodegeschäfte zwingen Mädchen geradezu, sich zur halben Hure zu machen. Und die Jungen werden gezwungen, sich wie düstere, halb Kriminelle zu kleiden. In manchen Jahren hatte man die Wahl zwischen Fischgräten, Feuerzungen, Totenköpfen, Militärlook, Nietenreihen, Bomberjacken, sowie okkulten und rebellischen Schriftzügen. Das alles ist im engeren Sinne aber NICHT Disneys schuld, sondern die Schuld der Modegeschäfte – wobei auch die letztlich von den Weltverschwörern gesteuert werden und vielleicht vorgeben, dass Jugendmode sexuell, frech, düster und diabolisch sein soll.

16. „Walt-Disney-Shows sind ein Einführungskurs ins Nachtclub-Leben.“

Das mag sein, aber man fokussiert einseitig auf Disney. In der Gesamtgesellschaft wird die Jugend zu diesem Lebensstil nur wenig von Disney und seinen Vergnügungsparkshows verführt, sondern andere Einflüsse von Medien, Werbung, Gesellschaft und Zeitgeist dominieren. Und WER hat das Nachclub-Leben überhaupt etabliert? Wer stellt die Angebote in jeder Stadt bereit? Das sind nicht nur irgendwelche Satanisten-Ketten. Man sollte mehr das Nachtleben an sich kritisch betrachten – für JEDES Alter.

Nebenbei gesagt: NIEMAND MUSS dieses Nachtleben mitmachen und diese Nachtwelt als „das normale Leben“ begreifen. Ich habe das bis heute nicht mitgemacht – doch so selbstbewusst Nein sagen nur wenige Jugendliche, zumal man von einigen Pädagogen fast schon zu dieser Partywelt gedrängt wird.

Doch einer der größten Einflüsse auf die Jugend entsteht durch die älteren Jugendvorbilder im Umfeld und dass die Jüngeren sie nachmachen und die Mitläufer die Anführer nachmachen. Bevor man also Disney, den Weltverschwörern oder sonst wem eine übergroße Schuld gibt: Ich behaupte, nur ein geringer Teil der Jugendlichen wird durch die Medien direkt verdorben. Der Großteil wird von seinesgleichen und den älteren Vorbildern im unmittelbaren sozialen Umfeld verführt.

Ich glaube, dass die Manipulation der Dummen und Unmoralischen UNTEREINANDER STÄRKER ist als der direkte Einfluss der Illuminaten durch ihre Medien, Prominenten und Konzerne auf die Gesellschaft. KEINER MUSS die Werte der Medien annehmen!

Und was den starken Fokus auf Sex, Nachtleben und Partys betrifft: DAS kritisiere ich in JEDER Altersklasse. Ich mag dieses verlogene Gerede von Kinderschützern nicht, die nur Kinder und Jugendliche vor dem Nachtleben schützen wollen – und als Erwachsener soll das plötzlich in Ordnung sein?

17.  „Disney verdirbt Kinder mit Rockmusik und dämonischen Einflüssen dieser Musik.“

Nun, der satanische Urheber ist dann aber nicht Disney, sondern die Rockmusiker … Und zumindest die Disney-Klassiker enthalten KEINE Rockmusik.

18. „Walt Disneys Programme sind voller sexueller Zweideutigkeiten. Mädchen werden mit verführerisch gestylt und machen verführerische Gesten.“

Warum sollte man es Kindern nicht erlauben, auf diese Weise zu spielen, falls sie wirklich Spaß daran haben? Schade ist es nur, wenn Kinder für Profit ausgebeutet werden. Doch: Sind die sogenannten „traditionellen Werte“ besser? Ich bin froh, dass wir vieles HINTER uns haben. Ich rede von Zeiten, wo man Frauen und Männern viele Kleidungsstücke regelrecht verboten hat, weil sie „unanständig“ seien.

19. „In Walt-Disney-Filmen geht es viel um Verabredungen, Sex und den Richtigen finden.“

Gemeint sind hier vermutlich mehr Disney-Filme der Tochtergesellschaften als die Disney-Klassiker, denn für diese könnte ich das nicht bestätigen. Aber auch in den Disney-Klassikern geht es leider viel um Liebesdinge statt um wirklich hohe moralische Werte. Das betrifft aber viele Filme und Bücher.

20. „Walt Disney fördert das ‚schillernde Leben‘, ein sündiges Leben der Rebellion gegen Gott.“

Disneys schöne heile Welten sind auch materialistischen Sinne schön, ja. Aber Liebe zum Materialismus ist noch nicht eine Rebellion gegen Gott. Das Buch betreibt einige Schwarzmalerei.

21. „Disney und Harry Potter verkaufen Okkultismus und dunkle Wesen den Menschen positiv.“

Nun, VIELLEICHT steckt dahinter wirklich eine listige, satanische Absicht der Illuminaten. Vielleicht sind Disney und Harry Potter wirklich nur schöne Vorläufer eines okkulten Endziels mit einer dämonischen Neuen Weltordnung.

Vielleicht wird das von Verschwörungstheoretikern aber auch überbewertet, denn:

WAS wäre an einem FREUNDLICHEN Dämon so schlimm, der zwar hässlich wie ein Dämon aussieht, aber ein gutes Herz hat? Man müsste schon einen professionellen „Energieseher“ fragen, ob Dämonenfilme mit freundlicher Fassade die Seele des Menschen auf Energieebene sichtbar negativ beeinflussen. Leider sind mir dazu keine überzeugenden Studien bekannt, sondern ich kenne nur die christlich-biblisch-dogmatische Argumentation zum Thema „Dämonen“.

Mir genügen auch Aussagen nicht wie: „Pan ist in der Mythologie ein satanischer Gott …“, wenn im Film ein Wesen zwar Pan heißt und Hörner hat, aber ganz nett ist.

Natürlich kann diese Doppeldeutigkeit eine listige Absicht für einen langfristigen Plan der Weltverschwörer sein. Aber: IST ein freundlicher Pan in einem modernen Film noch identisch mit dem dunklen Pan aus der Mythologie? WAS wollen die Weltverschwörer aus Sicht der Verschwörungstheoretiker damit erreichen?

Vermutlich denken Verschwörungstheoretiker so:

Wenn man den Menschen lange Zeit einen freundlichen Satan zeigt, kann man später in der Neuen Weltordnung irgendwann den wahren Satan zeigen und alle werden ihn lieben und ihm zujubeln.

NEIN, liebe Verschwörungstheoretiker, diese Rechnung geht vermutlich NICHT auf, denn auch die Menschen späterer Jahrhunderte werden wohl erkennen, wann ein Satan nur teuflisch aussieht, aber recht lieb ist, und wann er wirklich ein blutrünstiges Monster wird.

Das Ganze funktioniert ja SCHON HEUTE nicht umgekehrt.

Einfaches Beispiel: Wir Menschen finden die Sonne schön, freundlich und lebensspendend. Aber deswegen werden wir KEINEN Film blind akzeptieren, wo wir eine diabolisch lachende Sonne vorgesetzt bekommen, die mit ihren Strahlen wie mit Lanzen auf die armen Menschen einsticht.

Sehen Sie? Das funktioniert nicht! Selbst wenn Sie von Kindesbeinen programmiert wurden, die Sonne als „das Gute“ zu sehen, halten Sie die Sonne in diesem Film nicht für „das Gute“. Das glauben Sie nur so lange, wie die Sonne halbwegs gut IST.

Daher, liebe Verschwörungstheoretiker: Was daran schlecht sein soll, eine freundliche Hexe zu mögen, müssen Sie schon genauer erklären. Ein Logiker akzeptiert auch nicht den blinden Verweis auf die Bibel („Haltet euch fern von allen Zauberern …“ (oder so ähnlich)), denn mir konnte noch NIEMAND den perfekten Beweis liefern, warum denn die Bibel die höchste Wahrheit des Universums enthält.

22. „Walt Disney fördert sexuelle Modeschauen, Rebellion, Ungehorsam gegenüber den Eltern, New Age, Astrologie, Zauberei, Dämonen, Liberalismus, Gottlosigkeit, Rockmusik, Stolz, Selbstsucht, Weltlichkeit, sexuelle Perversion, Pädophilie, Evolution, Feminismus, Homosexualität und nahezu jede andere Form des Bösen.“

Der Verschwörungstheoretiker wirft zu viel in einen Topf. Rebellion zum Beispiel kann auch eine positive Eigenschaft sein. Auch der Feminismus ist an sich eine positive Bewegung und viele New Ager wären erstaunt, in was für einer Liste sie da auftauchen … Zudem widersprechen sich einige Werte, denn Werte der Weltlichkeit stehen New Age, Astrologie und Zauberei eher entgegen, die zwar nicht christlich, aber auch nicht materialistisch sind.

Und klassische Disneyfilme fördern das schon gar nicht in großer Weise. Man darf auch nicht die Werte der Antagonisten betrachten und diese als die „Filmwerte“ darstellen.

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Abschluss:

Das Buch „Walt Disney – Handlanger des Teufels“ enthält viele interessante Informationen, die ich als Fakten betrachtet glaube, also dass der Autor nach bestem Wissen recherchiert hat. Die Interpretation der Fakten folgt aber einer christlich-dogmatischen Schwarzmalerei. Man sollte den Disney-Konzern nicht schönreden, aber ihn auch nicht in übertriebener Weise dämonisieren.

Jedenfalls: Interessant ist, dass der Mainstream-Artikel viele spannende Informationen über Disney nicht erwähnt hat und sich auf die unterschwelligen Botschaften konzentrierte.

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